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 PfWB Patsche (Bd. 1, Sp. 602)   PfWB Bubatsch (Bd. 1, Sp. 1307)   PfWB Platschen (Bd. 1, Sp. 977) 
   Patsche f.:
1. 'klatschender Schlag'.
a. 'Backenschlag', Batsch [allg.]. Zs. PfWB Backenpatsche. Syn. s. PfWB Ohrfeige. Oft Dim. Bätschche, Bätschel, Bätschelche, Bätschi (s. F.). RA.: Dem Dreck e B. gewwe 'Mißerfolg haben' [ LA-Venn]. RhWB Rhein. I 500/01. Bätsche gewe 'in die Hand schlagen' [ LA-Nußd]. —
b. die letscht Batsch 'Schlag, den die Kinder einander beim Gutenachtsagen geben' [ KB-Einsth]; 'Abschlag beim Kinderspiel', die Batsch [ Gal-Josbg]; vgl. PfWB Abend-, PfWB Eß-, PfWB Nachtpatsche. —
2. 'breiige, schlammige Masse, Kot'. Der ganz Weg is e Batsch [ZW-Marthh, westl. WPf Gal-Otths]. Syn. s. PfWB Baberatsch. —
3.
a. 'Schaden, Verlust'. Der hot e orndlichi B. kriegt [NW-Geinsh KU-Schmittw/O Bedb verbr. NPf LU-Alsh]. —
b. 'Klemme, Notlage', Der sitzt in de B. [allg.]. —
4. 'Klatschweib'; die alt Batsch [KU-Bedb Kaulb PS-H'eischw NW-Dürkh Hamb LA-Venn Bornh Schandein Ged. 232 Keiler 151], Bätsch [ BZ-Lug]. Zs. PfWB Dorfpatsche. —
5. 'schwerfällige, ungeschickte Frau' [ KU-Kaulb KL-Weilb], 'nachlässige Frau' [ BZ-Dernb]. —
6. 'Hand', Kinderspr.; e Batschel gewwe [ LU-Opp]; Batschelche 'Händchen' [Müller Luscht 48]; vgl. PfWB Patschhand. —
7. 'großer, breiter Fuß', gew. Pl., scherzh. Der hat Batsche! [KL-Reichb, verbr.]. —
8. 'Fußspur', bes. des Rindes [verbr. NPf nördl. VPf]. Zs.: PfWB Bären-, PfWB Gänse-, PfWB Rinds-

[Bd. 1, Sp. 603]
patsche.
9. 'Gerät zum Glattschlagen' in Mistpatsche. — F.: vielerorts bad; bḁd [vorn. NWPf KL-Lind VPf]. Die Verdumpfung ist in der südl. VPf stärker als in der mittleren und nördlichen. Der städtische Einfluß läßt -a- immer mehr aufkommen. Dim.: będχə u. -jə [fast allg. WPf nördl. VPf], będi [NWPf], będl [mittl. u. südl. VPf], będlχə [Kus KU-Erdb Eschau Körbn W'mohr KL-Gimsb u. Umg. ZW-L'wied Bechhf RO-Obd Rehbn Semb PS-Nd'simt FR-Bockh LU-Alsh NW-Erph]. — Subst. zu PfWB patschen. — RhWB Rhein. VI 572; LothWB Lothr. 27 Batsch I, Batsch II, Patsch; Bad. I 125.

 

  Bubatsch m.: 'Ampfer (Rumex crispus)', Bubatsch u. Bublatsch [NW-Haßl u. Umg.]. Die Blätter und Wurzeln der Pflanze werden als Abführmittel für Pferde und Rindvieh verwendet [Wilde 3]. Syn.: PfWB Bärentrappen, PfWB Brandblatt, Gäulsampferich, Halber PfWB Gaul, PfWB Krottenampfer, Kuhplatsch. — Die Herkunft des Wortes ist dunkel, besonders in seinem ersten Teil. Der zweite Wortteil könnte lautmalend sein, vgl. Wilde 3 (der B. bewirkt klatschendes Herabfallen des Kotes bei Rindern); daraus würde sich auch die Umwandlung in -blatsch (-platsch) erklären; vgl. PfWB Patsche 2, PfWB Platsche 3 e.

 

   Platschen m.:
1. 'Haufen weicher Masse', Blaatsche [Zweibr (Wilms Alph. 14)]; vgl. PfWB Platscher. Zs. PfWB Kuhplatschen. —
2. 'Fußspur des Rindes', Plaatsche [ KL-Stelzbg]. — Südhess. I 909; RhWB Rhein. VI 942.