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| PfWB Base (Bd. 1, Sp. 588) | PfWB Ammerichsin (Bd. 1, Sp. 202) | |||||||||||||||
1. weibliche Seitenverwandte; seit etwa 1920 stark schwindend, 1965 nur noch bei Alten zu hören. a. 'Tante'; Bas [verbr.]; heute dafür fast allg. Dande. VR.: Gumorje, Bas un Vetter! Machen eier Better! Unne Stroh un owwe Stroh un in de Mitte grad so [verbr. Gal]. — b. 'Großtante' [1930: KU-Hundh HB-Kirrbg ZW-L'wied KB-Kriegsf Bubh LA-Gommh BZ-Stein GH-Berg]. — c. 'jede entferntere Verwandte', gew. mit Nennung des Vornamens, Lissibas, Bas Marlen, Annebäs'che usw. [verbr.]. — d. 'Kusine' in jüngerer Zeit, oft im Dim., s. F., Bäs'che [verbr.]. — e. 'Geschwisterenkelin', Bäsche [ KB-Eisbg]. — 2. 'Großmutter', Bas [ KL-Erlb]. — 3. 'Patin' [KU-Reiffb ZW-Knopp PS-Schopp KB-Gauh Mörsf FR-Mörsch LU-Iggh NW-Dürkh verbr. Don Gal Rußl-N'baden]; dafür fast allg. Got. Vgl. DWA IV Karte »Patin«. Spiel aus früherer Zeit: Zwei größere Kinder setzen ein kleineres auf ihre verschlungenen Hände, schwingen es hin und her und singen dabei: Schwinge, schwinge, Häsel, morje [Bd. 1, Sp. 589] ![]() [Bd. 1, Sp. 591] kummt dei Bäsel, bringt 'm Kind e Weckel un e zuckrich Häsel [ NW-Weish/S]. — 4. 'Hebamme', Bas, Bäsl [Umg. Hombg KL-Landstl Umg. FR-Grünstdt], vgl. K. 12 bei Amme, dort auch Syn.; auch in den Zs. PfWB Basamme u. PfWB Ammenbase; vgl. auch Kindchenbase. — 5. 'bekannte ältere Frau', bes. als ehrende Anrede (in Verb. mit dem Namen), Lissibas, Majerschbas, auch Schulbas 'Lehrersfrau', oft im Dim. [WPf nördl. VPf], Bas Amrie [südl. WPf u. VPf]. Kosewort und gut gemeintes Drohwort für kleines Mädchen, bes. im Dim. [ NW-Forst GH-Hayna]; gieks mer die Bas, ein Spiel mit kleinen Mädchen, bei dem man ihnen mit dem Finger auf die Brust tippt [ FR-Hettldh Höning]. — 6. 'Hausherrin', in der Anrede des Gesindes, fast nur in bäuerlichen Betrieben, Bas Bäs'che, Bäsel. Zur Verbr. für 1935 s. K. 24; 1960 ist das Wort in den Bedeutungen 5 u. 6 fast vollständig durch Frau abgelöst. — 7. 'Fürsprecherin', in der RA.: Der hot iwwerall e Vetterche un Bäs'che [RO-Schweisw, verbr.]. — 8. 'Geldverleiherin' in der RA.: Geh zu de Bas Lehne (Lene), zu einem, der Geld leihen (entlehnen) will [Hebel 29]. — 9. 'Klatschbase, Plaudertasche'. Du bischt e rechdi B. [verbr.]; vgl. PfWB basen. Zs.: PfWB Frau-, Gerust-, PfWB Kaffee-, PfWB Klatsch-, PfWB Maien-, PfWB Quatsch-, Ratsch-, PfWB Rätsch-, PfWB Schlabber-, PfWB Schwaddel-, PfWB Stadt-, PfWB Wasch-, Wäschbase. Zu Bed. 1, 2, 5, 6 u. 7 vgl. auch PfWB Vetter. — F.: bās [vorherrschend], bs [KU-Kaulb u. Umg. östl. NPf verbr. VPf (Bertram 16)]. Dim. bsχə [mittl. WPf], bsjə [verbr. westl. WPf], bēsi [NWPf], bāsi [ RO-Rehborn], bsl [mittl. u. südl. VPf]. — RhWB Rhein. I 488/89; Saarbr. 18; LothWB Lothr. 26; ElsWB Els. II 95; Bad. I 122.
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