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 PfWB Barg (Bd. 1, Sp. 578)   RhWB Watz II (Bd. 9, Sp. 316) 
   Barg m.:
1. 'verschnittenes männliches Schwein', Barg, Barch, Bärch usw., s. F. [allg. auf dem Lande, verbr. Don Gal Buch]. a. 1444: Item fellet zu Spire gelt, salte und 1 barchen von dinstluden ... zur kuchen [ZweibrLuRb. Bl. 94]. a. 1750: Ein Barg zwei ... Läufling [Kurpf. 940-942 (KU-Einöll)]. —
2. 'männliches Ferkel', vorn. im Dim., Verbr. s. K. 23. Syn.: PfWB Eberbarg, PfWB Eber(chen), Hätschel. —
3.
a. 'dicker, alter Mann'; alder Baarch [oGl]. —
b. 'schmutziger Mensch', bes. als Schimpfwort, verstärkt in Zs. PfWB Dreck-, PfWB Freß-, PfWB Saubarg [verbr.]. — F.: barg [sporadisch VPf bes. Rheingegend u. elsäss.-pfälz. Grenze], rg u. brg [mittl. NPf MPf], brχ [fast allg. VPf], rχ u. r [NWPf], ba [Kus u. Umg.], bāriχ u. bāri [südl. WPf], rg [ KB-Mauchh], rχ [ LA-Wollmh Mörzh Gommh BZ-Dernb], bǟriχ [ KU-Rothsbg Bliesg], brχ [ KU-Diedk Roth], briχ [ PS-Erfw]. Für 'männl. Ferkel' außerdem: barχərd [ LA-Flemling], u. Dim. bǟrglχə [NPf u. nördl. WPf], bǟriχjə [ HB-Böckw], rgl u. rχl [mittl. u. südl. VPf], rb [ RO-Als]. — Zu idg. *bher- 'schneiden, schaben, bohren', Kluge-Mitzka17 51. — RhWB Rhein. I 464; Saarbr. 17; Lothr. 24/25; ElsWB Els. II 85; Bad. I 119.

 

  PfWB  LothWB Watz II das Wort, zu dem Wutz »Schwein« zu vgl. ist, ist Rhfrk, Mosfrk, beschränkt in eigentl. Bed. 1, meist in übertr. Bed.; wats, Pl. -ę- [Pl. watsən Altk-Bachenbg; Sg. --, Pl. -- Trier-Fell] m.: 1.a. Eber, bes. der Zuchteber, doch veraltend, mehr Ber, Bär, Schapp; welle W. Wildschwein; de Sau war beim W. Hunsr, uNahe, Birkf, Ottw u. weiterhin Saar, Trier-Mettnich OFell OEmmel Stdt Thörnich, Wittl-Bettenf Binsf, Bernk, Zell, Koch, Kobl, Goar, May, Neuw-Datzeroth HeimbWeis, Altk-Wildenbg, Siegld [f. Mutterschwein Daun-Strohn]; Wellwatzber Birnensorte Goar-OGondershsn. RA.: Grombere (Kartoffeln) wei Wätz so dick Merz-Saarhölzb. Wat hammer en Lewen, en L. wie en W.! es geht uns gut Merz-Bardenb. De kuckt dren, be en W. en't Donnerwedder Koch-Weiler, — micht e Gesicht wie Tusche W. Kobl-Neuend. Kind: Gohn eich mat? B.: Jo, de W. waschen! Saarbg-Cahren. Deich hot de W. gebiss! zu einem, der unsinniges Zeug redet Hunsr. Viel Geschrei

[Bd. 9, Sp. 317]
un wennig Woll, sat der Deiwel, do horre en W. geschor ebd. Der Jähzornige, Tobsüchtige, andere anbrüllend, singt de Arie vum wilde W. Simm-Laub. — b. Stier; wat os dat en bise W.! Daun-Tettschd. — 2. übertr. a. pers. verächtl. α. jähzorniger, aufgeregter Mensch, auch welle W. Trier-Möhn, Wittl-Gr-Littgen, Bitb-Badem Geichl; welle W. dicker, derber, stürmischer, ungebärdiger Mensch Trier-Euren-Stdt. — β. eigensinniger Mensch, Trotzkopf Wittl-Dreis Kinh Meerf Reil, Koch, Kobl, May-Kruft OMendig, Neuw-Dattenbg, Waldbr-Bettenhg Rosb. — γ. dicker W. dicker, unbeholfener Faulenzer Hunsr, Nahe, Saar, Neuw, Altk. — δ. e Bauerew. Bauerntölpel Aden. — ε. grober, ungeschlachter, auch schmutziger Mann, auch Dreckw. Hunsr. — ζ. en fräde W. kerngesunder Kerl Neuw-Lorschd. — η. ungezogener Bengel Neuw-HeimbWeis; en klen W. (f.) kosend, ein kl. Kind Bitb-Ehlenz; kl. Junge Ottw-Landsw; oft weinendes Kind, ale W., Heulw. Wittl, Koch, Kobl, May-Wassenach. Heulw., Kaffisatz! Kobl. — θ. Wätz Neckn. derer von Aden-Jammelshf. — b. sachl. α. das Holzstück im Sausp., das in den Watzenstall getrieben wird Merz-Mettlach. — β. dicker Stein, Wacke, Steinblock, in der Bergmspr. Siegld, Altk; runder Basaltklumpen Siegld-Lützeln; schwerer Erdklumpen, Felsstück, schwerer Trumm Holz Neuw-Datzeroth [der Watzen grosses Stück, grosser Fetzen Daun-Strohn]. — γ. scherzh. Schwarzbrotstullen, in der Bergmspr.; er krigt den W. gestükt unter den Haldenjungen ein beliebter Scherz, einem anderen seinen Watz durch einen Pfahl abzustützen, um ihn so wegen seines grossen Appetits zu verspotten ebd. — δ. Baumstumpf Ahrw-Sinzig. — ε. dickes Obst, dicke Kartoffel Saarbr. — ζ. Wetzstein Saarl-Felsbg. — η. dicker Klicker Saarbr-Burb Malstatt, Trier-Karths; vernickelte Eisenkugel Saarbr-Dudw. — θ. verächtl. Kopf; anen vir de W. schlinn Kobl, May, Altk-NFischb, Saarl-Wallerfang, Lennep-Hückeswg. — ι. harte Ackerkruste; dat Feld hät äne W. Koch-Ernst; dat as en W. Ediger. — κ. klebriger Schmutz an Kleidern u. Körperteilen Trier-Geisf. — λ. unausgebackener Teigstreifen im Brot Westerw, abseits MGladb. — μ. Kartoffelreibekuchen von besonderer Dicke, meist im Backofen gebacken Neuw-Rodenb, Altk-Breitschd Wissen, Waldbr-Hurst Lindenpütz Rosb Stdt. Dicker Eierkuchen Waldbr-Obernau; nicht aufgegangener Hefekuchen Neuw-Dierd, Altk-Herdrf; nicht richtig aufgegangener Reibekuchen Siegld-Neunk; kl. Brot aus Teigresten Daun-Katzwinkel. — ν. ein wahres Durcheinander, unordentl. Arbeit Simm-Argenth Ravengiersbg.