Back-diel m.: = PfWB Backbord, Backdiel [RO-Sippf NW-Frankeck Lach LU-Opp Böhl SP-Heiligst LA-Gommh Wollmh Nd'hochstdt GH-Lingf Schwegh O'lustdt Westh]. Ein kleineres Teigbrett wird Backdeelche genannt. a. 1781: 2 Back Dielen [Zweibr. I 1346/47 (RO-Unkb)]. RhWB Rhein. I 373. | | Diel m., n., Diele f., Dielen m.: 1. 'längeres Brett, dicker als Bord1 1', vgl. PfWB Blähe, Diel (dīl), Diele (dīlə), Deel (dēl), Deele; Pl. Diel, Diele, Deel, Deele; zur Verbr. s. das folgende. a. 1535: Item 15 gulden 8 alby 2 hlr. einem Dielschneider vor hundert vier grosser dicker Diel [Zweibr LSchR]. — Im besonderen: a. α. 'Seitenbrett des Dielen- oder Kastenwagens', vgl. K. 59 bei Bordenwagen, Diel [verbr. WPf RO-Feilbg Lohnsf FR-Bockh], Deel [KU-Hefw RO-Rehborn KL-Morb Klein Wag. 111]. Zs. PfWB Bordendiel. — β. 'Bodenbrett des Wagens, bes. des Heuwagens', der Diel [verbr., bes. WPf LU-Ruchh Altr], die Diel [ KU-Hachb], der Diele [verbr. südl. WPf], der Deele [ PS-Bruchw]. Zs. Bodem-, Ernteleiter-, Erntewagen-, PfWB Unter-, PfWB Wagendiel(en). — γ. Pl. 'Bretter, die man zur Vergrößerung des Laderaumes zu beiden Seiten des Wagens ansetzt' in der Zs. Anstell-, Aufstecker-, PfWB Tummel-, PfWB Nebendiel(en). — δ. 'Kopfbrett des Kastenwagens', Diel [ KL-Olsbr BZ-Völkw]. Zs. PfWB Kopf-, Schoß-, Stell-, PfWB Vorderdiel. Syn. s. PfWB Kopfbrett. — b. 'Einzelbrett als Belag'. α. des Fußbodens; de Stuwweborrem mit Diele leje [ NW-Kallstdt, Don-Schowe Torscha]. — β. des Saustallbodens, Diele [ GH-Neubg]. Syn. s. PfWB Rost. — γ. der Brücke, s. [Bd. 2, Sp. 274] PfWB Brückendiel. — c. eingefaßtes Brett als Wirkbrett, Diel, Diele [verbr. mittl. VPf (Bertram 168)]. Zs. PfWB Back-, PfWB Brot-, Wälger-, Wirkdiel(en). a. 1751: 1 backmuhl samt Diehl u. Muhlscherr [Kurpf. 1588-90 (KU-Rothsbg)]. a. 1773: Ein alte Backmulte samb Ein Diehl [SSp., v. d. Leyen, Fasz. 100]. a. 1793: 1 Dielchen [RO-O'hs (Invent. Krebs)]. — d. 'Brett, auf dem Fleisch oder Gemüse gehackt wird' in der Zs. PfWB Hackdiel. — e. Teil der Kelter in den Zs. PfWB Secker-, PfWB Setzdiel. — f. Brett für den Gerüstbau in den Zs. PfWB Lauf-, PfWB Rüstdiel. — 2.a. 'Dachraum, Speicher des Hauses', Diel [ KU-Elzw]. — b. 'als Vorratsraum dienender erweiterter Hausgang', die Diel [ FR-Grünstdt LU-Limbghf]. — 3. 'Bretterzaun, Bretterwand'. a. 1566-87: Item 5 gulden han mir dem Zimmermann von dem Dillen vnd Dor zu machen geben [SSp., Kirchenrechnungen Nr. 63]. — Südhess. I 1517/18; RhWB Rhein. I 1349/50; LothWB Lothr. 88; ElsWB Els. II 676; Bad. I 477/68. | | NRhWB Diel Rhfrk -ī-; Mosfrk -ī- u. -i-; Rip -i- u. -e-; SNfrk -īə-; in den Gebieten, wo i > a, ǫ, , u, ø wird, hier u. da: -a- Bitb [dalən Bitb Wiersd], SPrüm, Pl. -ī-; -ǫ- NPrüm, Malm, Pl. -e-; -ø- Eusk-Zülpich [diese Entwicklung von i geht nicht so einheitl. durch wie etwa bei ‘Kind’]; der Pl. lautet sonst wie der Sg.; doch auch daneben selten -lə m. [RRip auch hier u. da n.; Gummb f.]: 1. jedes lange, breite, ungehobelte Brett geringeren Durchmessers, wie es von der Sägemühle kommt; in Wippf-Biesf dicke Bohle, bes. von Pappeln, auch Schlefdill genannt; in Prüm-Waxw D. Eichenbrett, Boərd Buchenbrett. — RA.: D. schnedde em Dagluəhn, em D., mer hant de Kos, mer hant de K., op oser K., op oser K! dabei schaukeln die Kinder [Bd. 1, Sp. 1350]
auf einem Brett Monsch-Witzerath; jusche, jasche, D.ən schniən. Geld verdeinen, Stütchen kopen, Zöppchen maken, dat sall schmaken, plunsch in't Water! NBerg. De kann no Metz gehn un D.ən drahn wenn man der Ansicht ist, dass einer ein Verbrechen begangen hat, auf dem die Todesstrafe steht Ottw-Eppelborn. Der es am D säge er schnarcht stark Rip. D.ən striken Vorwürfe machen Kemp-Süchteln. — 2. im bes. a. Seitenstück am Wagenkasten, Wonsd. Rhfrk, Mosfrk, aber nicht allg., in Kreuzn, Wend, Ottw, Saarbr, Birkf, Simm, Merz, Wittl, Bernk, Koch, Aden; aber auch die Bretter des Wagenbodens Trier Heiligkreuz Mehring, Koch-Laub, Daun-Manderschd, Saarbr-Wehrden. — Aufsätze auf den Karren, Karred. Heinsb. — Die leichten Bretter, die beim Grumtladen auf die Leitern gesetzt werden, heissen Dielcher Trier-Mehring. — b. das Seitenstück eines Bettes, Bettd. LRip, Sol, MGladb-Rheind, oft nur die der Wand entgegengesetzte Seite des Bettes, am D. lige, im Gegens. zu an de Wand l.; sonst Rip der Boden des Bettes, der Bretterbelag des Bettbodens [Bergh-Blatzh sowohl dies als auch Seitenwand]. Er litt om blosse D. En de D. gedresse han sich ausfragen lassen Ahrw-Heimerzh; en de D. scheisse das Unternehmen scheitert Sieg-ODollend; en de D. schlohn aufbegehren, heftig werden Eusk-Zülp. — Kopfende des Bettes Altk-Herdrf, MüEif, Eusk-Zülp Lommersum, Bergh-NEmbt, Grevbr-Wickrathh; Fussende Altk-Herdrf. — Ein mit Füssen versehenes Brett, das man ins Bett steckt, damit Kinder nicht herausfallen NBerg. — c. Boden im gedielten Zimmer Dür, Eup. MGladb; aber auch sonst Rip neben dem häufigern Gebünn, Bodem; der gedielte Boden des Schweinestalles ist aber stets der D. — d. das fest mit dem Mauerwerk verbundene, mit Stützen versehene Wandbrett für Aufnahme von Gegenständen, bes. Teller, Tellerd.; auch oft unter dem Deckenbalken angeschlagen Goar, Westerw, Sieg, MülhRh, Monsch; Küchenregal, Schüsseld. ebd.; Eckbrett zwischen zwei Wänden, worauf Statuen, Maialtärchen gestellt werden Neuw, Altk; Bücherregal ebd.; Brett im Schranke Rip. — e. Brett, auf dem die Brote zum Backofen getragen werden, Brutd.; auf das die geformten Brötchen gelegt werden, dat se drive Allg. bis SNfrk. S. auch Kranz-, Wirkd. — Brett, auf das die geformten Krüge gestellt werden Westerw (zwei Reihen Kr. (25—30) auf einem D.). — f. Hölzer, die auf die zu pressenden Trauben gelegt werden Siebengeb. — g. Fensterbrett, Finsterd. Sieg-Ägid; Brett vor dem Fenster zum Auskramen, Warenbrett (vor dem Aufkommen des Auskramkastens) Dür. — h. Tischplatte Trier-Trierw. — i. Brett zum Decken, z. B. des [Bd. 1, Sp. 1351]
Heuschobers Saar. — k. hölzerner Steg Merz-Bergen. — Gang-, Fahr- oder Gerüstbrett Rip. — l. et Dilchen Milchkammer (weil die Milchtöpfe auf D. stehen) Waldbr. |