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| PfWB aus-weißeln (Bd. 1, Sp. 488) | PfWB wamschen (Bd. 6, Sp. 1043) | PfWB ab-binden (Bd. 1, Sp. 11) | |||||||||||||||||
1. a. 'tüchtig, gierig, mit vollem Munde, unästhetisch essen', wamsche (wḁmə) [verbr., Müller Dietschw 71 Otterstetter 200], wommsche [Glass 132], wambsche (wḁmbə) [vereinzelt, Thielen 121]; Zs.: PfWB herunter-, PfWB hinein-, PfWB hinunter-, PfWB zusammenwamschen; Syn. s. PfWB essen, PfWB vollfressen, weitere Syn.: PfWB abbinden 1 b δ, PfWB acheln, PfWB achielen, PfWB pelzen1 2 b, PfWB buffeln, PfWB drehen 4, PfWB eindrehen, -fressen, -hauen, -keilen, -legen, -leisten, -stopfen, PfWB verdrücken 2 a, -essen, -putzen, -schlingen, -spachteln, -tilgen, PfWB flicken 2 b, PfWB flitschen 3 b, PfWB fluttern, PfWB vollfressen, -schlagen, PfWB fressen, PfWB futteraschieren, PfWB futtern, PfWB hafern1 1 b, PfWB hamstern 2, PfWB hineinstopfen, -wurgsen, PfWB hinunterwolfen, PfWB ledern 2 b α, PfWB mampfen, PfWB mamschen, PfWB manfeln, PfWB manscheln, PfWB manschen2, PfWB maulen 3, PfWB mauscheln2, PfWB menagieren, PfWB moffeln, PfWB muffeln, PfWB münfeln, PfWB munkeln2, PfWB murksen 1 c, PfWB nähen 2 b α, PfWB nudeln 2 a α, PfWB raspeln 3 b, PfWB ratzen 1 b α, PfWB regalieren 2, PfWB schlappern 3, PfWB schlenkern 3 b, PfWB schlingen1 2, PfWB schlumpen, PfWB schnallen 4, PfWB schrauben 2, PfWB schroten1 2 a, PfWB schrumpfen 2, PfWB schruppchen 2, PfWB schruppen 5, PfWB schütten 2 b, PfWB spachteln 2, PfWB spinnen 3 a, PfWB spulen 2 a, PfWB stopfen 3 a, PfWB unterlegen 2, PfWB wamscheln, PfWB wamschteln, PfWB wamschten, PfWB wappchen 2, PfWB wegmachen 2, -putzen 2, PfWB weiden 2, sich w. 'sich mit Essen vollstopfen' [Höh 122, ZW-O'aub]. Der kann w.! [ LU-Alsh]. Ma wamscht un schmatzt un schluckt un kaut [Kraus Gloori Bagaasch 59]. Er huckt an seim gedeckte Disch, / un pitscht un wamscht, was lecker isch [Kraus Pat 47]. Abbeditt hot er immer ghatt, hot gewambschd wie en Alder [Kunnrädel 106]. — b. 'einen trinken', ene wamsche [ IB-Gersh]; vgl. PfWB bamschen; Syn. s. PfWB trinken. — 2. 'dreinschlagen, hauen, prügeln', wamsche [verbr., Heeger Südostpf. 26 Höh 137 PfId. 149 Lambert Penns 173 Krämer Gal 238], wambsche [vereinzelt, Ehrhardt 132]; vgl. PfWB flamschen; Zs.: [Bd. 6, Sp. 1044] PfWB darauf-, durch-, ver-, PfWB hinein- 2, PfWB hinwamschen; Syn. s. PfWB verhauen. Ich wamsch dich! [ PS-W'fischb]. Ich han en gewamscht [ PS-O'simt]. Der isch emol geheerig gewamscht wor [ HB-Einöd]. — RhWB Rhein. IX 233 wammesen; LothWB Lothr. 529; ElsWB Els. II 827 wamsen.
| 1. trans. a. gegenst. α. ein Kalb a. 'aufziehen', eig. 'von der Kuh entfernen, allein stellen' (und so von der Muttermilch entwöhnen) abbinne (ˈa|binə) [verbr., bes. Don Gal Buch]. Wieviel Kälbcher hänner desjohr abgebunn? [ Gal]. RhWB Rhein. I 699; Bad. I 2. Gebräuchlicher ist PfWB anbinden. Hierher gehört wohl auch die Verw. Ich han'n abgebunn 'beim Wettlauf weit zurückgelassen', Sprache der männl. Jugend [MPf]. — β. ein Glied, eine Ader a. 'unterbinden' (um eine Blutung zu stillen). Er hot die Orer, de Aarm abgebunn(e) krie(ch)t [allg.]. — γ. eine Warze a. 'durch Umwinden mit einem Bindfaden abschnüren und damit beseitigen' [allg.]. En Warz kammer mit re Hoor (mit me seidne Fadem) abbinne [Fogel Beliefs Penns Nr. 1703, 1704]. — δ. die Wurst a. 'den mit Wurstfülle gefüllten Darm an beiden Enden zubinden', oder 'durch Binden in Einzelwürste abteilen' [allg.]; vgl. PfWB abknüpfen. RA.: Du siehscht aus wie e abgebunneni Worscht, von einem dicken Menschen, der sich in enge Kleider gezwängt hat [Kaislt]. — ε. ein Rad a. 'den lockeren Reifen des Rades enger machen und neu aufziehen' [allg.]. RhWB Rhein. I 699; Bad. I 2. Schun seit Woche hott de Dorfschmidd, Mei(n) Pluggskärchel absebinne [Kunnrädel 48]. — ζ. den Dachstuhl a. '(auf dem Reißboden des Zimmermanns) einrichten' [allg.]; vgl. PfWB Abbund. ElsWB Els. II 59; Bad. I 2. — b. übertr. α. einen a. 'verprügeln', genommen vom Abbinden des Rades (s. o. 1 a ε) [verbr. bes. WPf NPf]. [Bd. 1, Sp. 12] Syn. s. PfWB verhauen. RhWB Rhein. I 699. — β. die Braut a. 'der Braut den Schleier abnehmen', ein Hochzeitsbrauch [ DonGal]. — γ. 'im Handel (bes. Pferdehandel) betrügen' [ KU-Hundh], 'im Klickerspiel alle Klicker abgewinnen'. Er is abgebunn 'aller Klicker verlustig' [ KU-A'glan HB-Nd'gailb]. — δ. sich a. 'übermäßig essen', eig. 'den Magen so vollstopfen, daß er sich abschließt', vgl. Höh 122 [ KU-Diedk RO-Dielkch KL-Lind]. — 2. intrans. 'fest werden', vom Mörtel. De Speis hot (hat) abgebunn(e) [allg.].
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