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| PfWB aus-tüpfeln (Bd. 1, Sp. 486) | PfWB be-zahlen (Bd. 1, Sp. 778) | PfWB placken (Bd. 1, Sp. 954) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. wie schd.; e Schoppe (e Rund, die Rechnung, die Pacht) bezahle [ LA-Wollmh, allg.]; einfaches zahlen ist ungebräuchlich. Sell is es Haus, as 'r zweedausend Daaler bezahlt hot defaar [Buffington Penns Var. 240/58]. Syn.: PfWB auslegen, PfWB päjen, PfWB begleichen, PfWB berappen, PfWB berappsen, PfWB bereimen, PfWB bestreiten, PfWB betüpfeln, PfWB placken, PfWB blättern, PfWB blechen, PfWB bluten, ditschen, PfWB tüpfeln, PfWB ledern, PfWB schwitzen. Zs.: ab-, an-, aus-, dazu-, drauf-, PfWB ein-, heim-, heraus-, voraus-, PfWB zurückbezahlen. RA.: Der hot die Zech bezahle müsse, gegenst. und übertr. [ LA-Gommh, allg.]. Der hot sich bezahlt gemacht 'ist auf seine Kosten gekommen, hat nichts hinzugesetzt' [ LU-Friesh]. Do heschte dich bezahle könne 'Es hätte dir ein Unglück zustoßen können' [Kühn Palz 128]. Der hot mich schee bezahlt 'schlecht belohnt' [ LU-Böhl]. SprW.: Wer bestellt, der bezahlt [ LU-Böhl]. Wer gleich bezahlt, vergeßt's net [ KU-Schmittw/O]. 's bezahlt nix besser aus, wie 's Werrer 'Wenn einmal das Regen- oder auch das Trockenwetter einsetzt, dann hält es lange an' [ KL-Hirschhn]. Du muscht alles bezahle, nur der Tod isch umsunscht [ ZW-Battw]. Schulde kammer bezahle, [Bd. 1, Sp. 779] awwer e Schuld kratzt kään Hinkel aus [ BZ-Dierb]. Volksgl.: En Kind wachst net, bis es bezahlt is, nämlich die Arztkosten [Fogel Beliefs Penns Nr. 112]. Die Glocke in NW-Kallstdt soll so singen: Ich bin geborgt un werr bezahlt vun lauder Keschdebaamelaab (Kastanienlaub). — Die Parre hot mer gut bezahlt, so as sie lewe kennde [Birmelin Penns Gezw. 148]. o. J.: soll er es bezahlen bey haar klein [PfWeist. I 371 (KB-Eisbg)]. — 2. Oft wird das Wort ironisch gebraucht: 's Kind hot dich bezahlt 'naßgemacht' [ BZ-Dernb]. Der hat sich bezahlt 'angetrunken' [ ZW-Battw]. Ich bezahl dich! 'Ich verhaue dich' [GH-Zeisk, verbr.]. — F.: fast allg. bədslə mit schwächerer oder stärkerer Verdumpfung des Stammvokals; für Kaislt und Umg. gilt bədsālə, für KL-Lind nach Höh 146 bədstə. Bad. I 181.
| 1. 'einen Flicken aufsetzen', s. PfWB Placken 6 b. SprW.: Wer net flickt un net plackt, is ball vernackt [KU-Bechb, verbr., auch Don Gal Buch]. Übertr. in der RA.: Er muß die Pann placke 'Er muß zuletzt alles bezahlen' [Kleeberger 98, verbr.]. — 2. a. Part. Perf. 'gefleckt', vom Vieh, in der Zs. schwarzgeplackt — b. 'fleckig, bunt machen' in PfWB verplacken. — 3. a. ene uf de Bodem placke 'einen zu Boden schleudern (daß er kleben bleibt)' [ KU-Blaub Zweibr]. — b. 'sich hinsetzen'. Der plackt sich eefach uf moi Stuhl [Kaislt]; vgl. PfWB pflastern 4. [Bd. 1, Sp. 955] — c. eni p. 'eine Ohrfeige versetzen' [ KL-Ottbg]; vgl. PfWB pappen1. Syn. s. PfWB ohrfeigen. — 4. 'zahlen', placke [Schandein Sprachsch.]; s. auch oben 1. Syn. s. PfWB bezahlen. — 5. etwas p. 'obenhin, unvollständig machen' [Klein Prov. 56]; vgl. PfWB pfuschen. — 6. sich net p. losse 'sich nicht lumpen lassen' [LA-Venn Keiler 152]. — Südhess. I 883; RhWB Rhein. VI 911 ff. LothWB Lothr. 47.
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