Wörterbuchnetz
Netz-Navigator
 
 PfWB aus-tun (Bd. 1, Sp. 486)   ElsWB us tuen (Bd. 2, Sp. 641a) 
   aus-tun st.:
1. etwas a., sich a. 'Kleidung ablegen'; 's nei Klääd (Klaad), de Wammes ausdu sich ausdu (vor der Arbeit) [verbr. Lambert Penns 16]; gebräuchlicher ist PfWB ausziehen. NPf (KB-Bischh) de Wammes ausdun, aber: die Hosse auszieh. RA.: Er hot die Hosse ausgedu 'die Gewalt in der Ehe an seine Frau abgegeben' [ ZW-Bechhf]; auch: Sei Fraa horem die Hosse ausgedun [ KU-Adb Körbn]. De Rieme ausdun, eine Drohung für Kinder [WD-Niedkch, verbr.]; 'm Gaul de Zaam 'Zaum' ausdun [ PS-Schmalbg]. SprW.: Mer dud sich nit aus, eb mer schlofe geht 'Man übereignet sein Vermögen nicht an die Kinder, ehe man stirbt [ LA-Herxh KU-Bedb Kus IB-Bliesmg/Bolch]. Volksgl.: Die Kleeder, as mer anhot an seinre Hochzich, därf mer net ausdun ver Nacht, schunscht hot mer ken Glick [Fogel Beliefs Penns 223]. —
2. einen a. 'in einem Register, einer Liste den Schuldner streichen' [ KU-Kaulb]. —
3. 'hinausschaffen'; de Mischt ausdu 'aus dem Stall schaffen' [ KU-Bedb]. — ElsWB Els. II 641; Bad. I 102.

 

  PfWB us tuen 1. ausziehen; refl. sich entkleiden. Jetz due-w-iʰ mich us un lej mich in s Bett Hf. 2. ausstreichen, löschen, einen Namen im Register, einen Posten im Rechnungsbuch. De mues jetz aüʰ im Büechle u., was iʰ bezaʰlt ha! Dü. Rda. Er is usgeduen woreⁿ im Buch des Lebens gestrichen, d. h. gestorben Hf. Basel 303. Schwäb. 147. Hess. 412.