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 PfWB aus-tragen (Bd. 1, Sp. 484)   RhWB austragen (Bd. 8, Sp. 1272) 
   aus-tragen st.:
1. etwas a.
a. gegenst. Zeidunge, Poscht austra(che) 'zustellen' [allg.]; in der Gastwirtschaft Bier austrache [PS-Schmalbg, verbr. SPf]; vgl. PfWB auftragen. Kersche austrage 'außerhalb des Hauses zum Verkauf anbieten' [ BZ-Dernb]. Backstään a. 'aus dem Brennofen herausnehmen' [ BZ-Dernb]. —
b. übertr. 'Klatsch verbreiten'. Die Maad trat die Hauserling 'den Haushalt' aus [verbr. WPf]; 's Haus a., dass. [NPf]. —
2. einen a. 'verleumden' [verbr. VPf]; vgl. 1 b. —
3. 'bis zu Ende tragen'.
a. 's Kalb ('s Kind) is net ausgetrage 'kam zu früh zur Welt' [ LU-Opp, allg.]. —
b. de Anzug is ganz ausgetraa 'bis zur Unbrauchbarkeit getragen' [FR-Bockh, verbr.]; dafür auch PfWB auftragen. —
4. 'rechtlich entscheiden'. Die Sach muß vor Gericht ausgetraa werre [WPf, allg.]. —
5. unpers. 'sich verlohnen'. Alles halwer umsunscht schaffe, das tragt sich net aus [SOPf, verbr.]. — RhWB Rhein. VIII 1272; ElsWB Els. II 744; Bad. I 102.

 

 aus -tragen: 1.a. etwas a., z. B. Brötchen, Fleisch, Zeitung, das Kind, wie nhd. Allg.; et Eəten utdr. Kemp; et Hüs-chen (Abtritt), dat Äschenschott utdr. draussen leer machen OBerg, Allg. — b. etwas a., weiterklatschen OBerg. — c. einen a., in üble Nachrede bringen Nfrk, Rip. — 2.a. das Kalb a., das Kind a., zur Welt bringen; das Kalb war noch nit ausgedrahn Rhfrk, Allg.; de Koh es bau (bald) utgedrage kalbt bald Selfk. RA.: Den as net ausgedrohn von einem, der immer mürrisch dreinschaut Bitb, Allg. Utgedregene Konden verschlagene, listige Menschen Elbf. — b. dat Lǫngk (Land) ös ock utgedragen hat seine Nährkraft nicht abgegeben Kemp. — c. de Schwäər fengk an uszedr. zu eitern Dür-Langerwehe.