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 PfWB Ausschlag-wald (Bd. 1, Sp. 472)   RhWB Wald (Bd. 9, Sp. 207) 
   Ausschlag-wald m.: 'Niederwald', Ausschlaawald [ KU-Reichsth].

 

  PfWB  ElsWB  LothWB Wald das Wort fehlt heute im grössten Teil unseres Geb.; es ist durch Büsch, Hecke (s. d. W.) meist verdrängt; urkdl. bis ins XVI. Jh. im ganzen Geb. reichlich bezeugt: quendam waldum mrhn. 816; den walt Eusk-Zülp 1300; den walt up ind zoedoen Rip 1342; welde (Pl.) ebd. 1326; dat waut Nfrk 1331; waltz (Gen.) Aach-Kornelimünster 1482; up den walt Sieg-Geisting 1510; welde und wiesen May-Waldesch 1536 (in Weistümern stets von Büsch unterschieden: in welden inde buschen); nur Rhfrk an Nahe, im Hunsr, Saargeb. u. Mosfrk an der Saar, dann OAltk, Siegld, ferner Dinsl, Rees, Klev (neben Busch) [im Büsch-Geb. ist aber das Demin. węltχə noch geläufig, bes. in Waldnamen; in Gummb jüngst auch Dannen-, Eken-, Büken-, Fichtenwald]; Lautung: Rhfrk walt (u. Simm wal), Dat. wal, Pl. węl u. hier u. da węlər; mosfrk. Saar walt, Dat. wā:l, Pl. wę·l. u. -·l.ər [auch Trier-Stdt noch walt (auch Dat.), Pl. wę·l.ər u. -·l.dər]; OAltk, Siegld walt, Dat. wal, Pl. węl; Dinsl, Rees wǫlt, Dat. wǫl, Pl. węldər; Klev wālt, Dat. wal, Pl. węldər; Demin. węl(t)χə, –ltjə m. [Sinsl, Rees, Klev n.]: 1.a. wie nhd. (wo Busch danebensteht, bed. W. stets den grösseren Hochwald); auch die Höhenzüge des Hunsr: Soon-, Idar-, Err-, Hochw.; W. on Feld; W. on Wies; mei Schwoər (Schwager) iwerm Wall jenseits eines bestimmten Waldes Rhfrk. RA.: Vor lauder Bäm de W. net sehn wie nhd. Allg. De Furcht moss de W. hire (hüten) Rhfrk. Hans dorch de W. Antw. auf die Frage des Försters: wie heissen Sie?, damit liess man ihn stehen Saarbr-Sulzb. Durch de W. wildes, ausgelassenes

[Bd. 9, Sp. 208]
Mädchen Meis-Bärenb. Im Wall hon ich gelebt, do hon se mech imbracht, do hon se grin Fläsch in mich gelagt? die Wiege Hunsr. — Im Händesp.: erster Spieler, indem er seine rechte Faust unten herauszieht u. auf die oberste, also die linke F. vom 4. Spieler setzt: wo is de Ochs? der zweite Sp., seine untere Faust herausziehend u. oben auf die vom ersten Sp. setzend: im wille, w. Wald; der vierte Sp.: Ax (Axt) hot en abgehau; erster Sp.: wo is de A.? Zweiter Sp.: beim Schmied. Dritter Sp.: wat micht der Schm.? Vierter Sp.: Er dengelt, er d., er d.; hierauf rufen alle Spieler dasselbe; zugleich lassen sie alle Fäuste aufgehen u. schlagen gegenseitig die flachen Hände aufeinander Simm. Wie mer i de W. röft, so kömmt et em werer zentge (entgegen) wie nhd. Siegld, — eninschreit, so schallert's wiere raus Rhfrk. Wenn de Krähj flögt no de Rhin (in de flache Niederung), dann wörd et stell on fin; fl. de Kr. no't W., dann wörd et natt on kolt Rees; fl. de Reiher no de Rh., dann göf et Sonneschin Rees-Brünen. Wenn's dimmelt (donnert) iwer de dorren (kahle) W., dann soll schreie Jong on Alt Rhfrk, Saar. Duw ging hej nor Bett, et B. was kalt; duw g. hej nor't W., et W. was wit usf. Klev. — Nacksche (nackt) W. Neckn. für Klev-Neuluisend. — In RA., Kinderliedern im Büsch-Geb.: De süht der W. vör luter Bäum nit Köln-Stdt. We mer en der W. schreit, su schallt et erus ebd. Kik en de W. ein noch junger Bursche Sol. De get (wird) durch den deistere W. gedriewen er muss beim Verlust eines Spieles Spiessruten laufen Prüm-Ihren. Bletzt et üəver ene döəre W., zeddert Jongk on Alt Kemp-SPeter. De Summer gih mer no Klause, da kumme mer durch de grene W., da singen de Vigel jung un alt Koch-Ulmen. Du ging er of die Gass, G. wor em ze kalt; du ging er en de W., W. wor em ze grin usf. Bernk-Wehlen. Üəver de Kikere (Augen) steht ene W. (die Haare), do leəve all die Vüəgel (Läuse) jung on alt? im Rätsel vom Menschen Kemp (mit Var. im ganzen Geb.). — b. im Rhfrk, Mosfrk werden die Höhenzüge des Hunsr W. genannt; he es vom Wall aus dem Hochwald (südl. Trier); auch die Westerwälder u. die Nachbarn des Westerw nennen diesen einfach Wald, em Wall, nom Wall, ebenso der Wäller, de Wäldsche. Wenn de Wolken zehjen nom Rhein, geret (gibt es) Sonnenschein; z. se awwer vom Rh. nom W., dann rent et bald Neuw-Bonef. — c. als ON wā:l Rheinb-Wald, Sol-Wald, für letzteres NBerg wǫul. RA.: Baul es nit te Waul, — es noch wit vam W.! zu dem, der gerne »bald hätt’ ich« im Munde führt NBerg. Pitter Paul, gangk no Waul, holl dinner Muder en Stoppenaul (Stopfnadel)! Neckr. auf Wald. Wauler Plümm Neckn. für einen aus W., weil dort ehedem Plümmenmötschen getragen wurden. Ausserdem in Zs., z. B. Dünnwald.2. übertr. a. dichte Baumkrone; de Käschtenbäm (Kastanienbäume) han en schenen (grossen) W. Saar. — b. dichter, üppiger Haarwuchs; den hat en W. (Hor) of em Kopp; loss mol deine W. eronnerschneide! Saar, Kobl, OAltk.