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| PfWB aus-putzen (Bd. 1, Sp. 463) | PfWB geizen (Bd. 3, Sp. 151) | PfWB stutzen (Bd. 6, Sp. 793) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. etwas a. 'von Schmutz säubern'; die Klärer ausbutze [KL-Reichb, verbr.]; die Ohre a. 'auswaschen, ausspritzen' [verbr.]; de Baam (Bääm) a. 'überflüssige Äste und Triebe entfernen' [allg.]; Grumbeere, Äppel u. dgl. a. 'ungenießbare Stellen (Keime, Druckstellen, wurmige Teile) ausschneiden' [KU-Kaulb Bedb, verbr.]; die Wiß (Wies) a. 'von Hecken und Unrat säubern' [allg.]. a. 1740: ... ein Gereith ... stöst ... unten auff die ausgebutzte Brucherwieß [KL-Katzw (Gemeindearchiv Bl. 64)]. RA.: Owwe un unne ausbutze un in der Mitt wegschmeiße, bei körperlichen Beschwerden verschiedener Art [ Don-Schowe Torscha]. Ich butz der die Ohre aus! 'Ich lehre dich genau hinhören' [verbr.]; entsprechend: Ich butz der die Ääche aus [LA-O'hochstdt, verbr.]. Dem hert de Härnkaschde ausgebutzt [ PS-Burgalb]. — 2. einen a. 'ausschelten'. Dei Man do will mich ausbutze [Reichard Penns 413]; dafür häufiger PfWB herunterputzen. Syn. s. PfWB ausschelten. — RhWB Rhein. VI 1253; Bad. I 97.
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| 1. 'etwas kürzen, kürzer schneiden', stutze (dudsə) [verbr., Albrecht 123 Krämer Gal 211]; Zs.: PfWB ab-, PfWB zustutzen; e englisch gestutzte Bart [ LU-Neuhf]; de Bart (die Hoor) st. losse [ ZW-Gr'bundb]; de Schnorres gestutzt [Kraus Naube 56]; dem Gaul de Schwanz (die Mähn) st. [mancherorts]; die Bääm ('s Holz) st. 'Bäume, Sträucher zurückschneiden' [verbr.]; Laab st. 'im Weinberg Laub schneiden, Geiztriebe entfernen' [ LA-Rhodt BZ-Heuchh Pleisw/O'hf]; vgl. WKW 72; Syn. s. PfWB geizen. De Rattefänger (Hund) krieht die Ohre gestutzt [ KU-Schmittw/O LU-Altr]. Weil er zu keem Balwierer geht, / Wo em de Vollbart stutze dät [Münch Werke I 72]. RA.: die Hoor (de Bart, Schwanz un Ohre) st. 'zurechtweisen, tadeln' [ PS-Rodalb Pirmas FR-Bockh LU-Altr NW-Weish/S]; die Ohre st. 'verhauen' [ FR-Heßh]. Dem gehere die Fliechel gestutzt 'Man sollte ihn zurechtweisen' [vereinzelt, Bernhard 158 Kamm 80]. Die hot e Zung, die gehert gestutzt 'Sie redet zuviel' [ LU-Neuhf]. Der esch vumme Schneirer gestutzt 'ist verrückt' [ GH-Zeisk]. Volksgl.: Den Mädchen soll [Bd. 6, Sp. 794] man bei abnehmendem Monde die Haare st. [ NW-Frankeck]. — 2. a. 'an-, zusammenstoßen', bes. vom Bock, der mit den Hörnern stößt [mancherorts VPf vereinzelt übrige Pf Mang 108 Wilde Tiere I 20 Krämer Gal 211]; Zs.: PfWB anstutzen; met de Stern 'Stirne' st. [ KU-Schmittw/O]. De Bock stutzt 'stößt mit den Hörnern' [NW-Dürkh, Schandein Sprachsch. 70]. RA.: Ich gläb, du bischt gestutzt 'verrückt' [ BZ-Dernb]. Volksbr.: zu Ostern werden hartgekochte Eier mit der Spitze aneinandergestoßen [Stoll 56, 221]. Kinderspiel: Stutze - stutze - Hammele!, dabei stößt man mit der Stirn aneinander [ KU-Bedb, Schmittw/O]. Beim Klickerspiel: das Zusammenstoßen der Kugeln [ LU-Neuhf]; unerlaubt mit der Hand nach dem Ziel stoßen [ FR-Grünstdt]; vgl. PfWB Klickerchens. — b. 'an den Stutzstein gestoßen werden', als Zeichen der Aufnahme in die Bürgerschaft von Weisenheim am Berg, stutze [NW-Weish/B Schandein Bav. IV,2 398/99 Stoll 76]; vgl. PfWB Martini, PfWB Stutzmänner; s. O. Gödel: Mit dem Stutzen das Bürgerrecht erwerben. In: PfRh. 4/1990 20. — 3. 'mit der Zunge beim Sprechen anstoßen, lispeln' [ LA-Nd'hochstdt GH-Schwegh]. — 4. 'geschlechtlich verkehren' [ BZ-Dernb]. Er hot sie gestutzt 'begattet' [ BZ-Dernb]. — 5. 'staunen, zögern, verblüfft sein' [NW-Hardbg Haßl Spey Lambert Penns 146]. — 6. weitere Zs.: PfWB herstutzen. — RhWB Rhein. VIII 965/66; LothWB Lothr. 511; ElsWB Els. II 621.
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