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 PfWB aus-halten (Bd. 1, Sp. 448)   RhWB belegen (Bd. 5, Sp. 298)   PfWB plätteln (Bd. 1, Sp. 984) 
   aus-halten st.:
1. etwas a.
a. 'durchhalten, ausharren', auch absol. Dort hawwich's net lang ausg'hall [ PS-Lu'wink, allg.]. Du hosch awwer lang ausghalde, zu einem, der nach längerer Abwesenheit heimkehrt [südl. VPf]. Du hallscht awwer lang aus!, Grußformel beim Vorübergehen an einem Arbeitenden [ GH-Schwegh]. Hallen mol aus! 'Wartet jetzt eine Weile' [ Gal-Dornf]. —
b. 'ertragen'. Er halt's Marschiere, die Hitz, die Kranket net aus [verbr.]. Auf die Frage nach dem Ergehen wird geantwortet: Mer kann's so (oder noch) aushalle, 's is zum Aushalle [verbr.]. Das halt kaa Gaul aus, die Schmerzen [ZW-Bechhf, verbr.]. 's is negscht (nächst = fast) net zum Aushalde [Hebel 109]. Der muß viel aushalle (-halde), von einem Schwerkranken [verbr.]. Wanns besser geng, kennt mer's nimmi aushalle, scherzh. [KU-Diedk, verbr.]. Mit em Hungriche hall ich's jetz aus u. ä., scherzh. nach einer ausgiebigen Mahlzeit [Gal-Dornf, verbr.]. —
2. sich etwas a. 'ausbedingen'. Ich hall mer das aus [allg.]; de Platz (etwa Sitzplatz) a.; dafür häufiger: reservieren.
3. einen a., ein Mädchen a., 'unterhalten um den Preis geschlechtlichen Umgangs' [allg.]. — RhWB Rhein. III 160/61; ElsWB Els. I 330; Bad. I 94.

 

 be -legen: 1. etwas b. a. den Hoff, de Köch met Plate b. Rip, Allg. nach dem Nhd. — b. enen Stohl met jet b. zum Zeichen, dass er besetzt ist; einen Platz b., für sich in Anspruch nehmen, nach dem Nhd; der Desch wor zor Kirmes ganz beleat besetzt Bitb-Bollend. — c. ein Butterbrot mit Fleisch, Käse b.;

[Bd. 5, Sp. 299]
en beleg Botterramm Rip, Allg. nach dem Nhd. — d. den Deich b., mit Reisern u. Weidengeflecht befestigen Klevld. — e. eiserne Geräte b., die abgenutzten Spitzen (Schärfen) mit neuem Eisen (Stahl) b., anl. (s. d.) Heinsb-Süsterseel, Klev-Asperden. — f. de Fearsch, et Hetzje (Herz) b. beim Stricken; der Hals weərd belat leicht darüber genäht Aach-Stdt. — g. die Zunge, Stimme es belat wie nhd. Allg. — h. etwas mit Beschlag b., nach dem Nhd. — 2. einen b. a. ein Muttertier b. lassen, decken lassen; ech han de Tiff (Hündin) b. losse Rip, SNfrk, nach dem Nhd. verbr. (mehr decken). — b. einen Bergarbeiter b., ihm die Arbeitsstelle anweisen Saargeb. — c. sich b., de Koh hät sich belegt ihr Hinterviertel ist mit einer Kotkruste überzogen Waldbr-Dattenf, — belegen Waldbr-Windeck.

 

  plätteln schw.: 'mit kleinen Steinplatten belegen', plättele (blędələ) [verbr.]; vgl. PfWB platten. Der Hausgang isch geplättelt [LA-Gommh, verbr., bes. VPf]. Die Kich is geplättelt [KU-Kaulb (1930), verbr.]. Südhess. I 914; Bad. I 252.