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| PfWB aus-gehen (Bd. 1, Sp. 445) | ElsWB iⁿ (Bd. 1, Sp. 189b) | |||||||||||||||||||||||
1. 'hinausgehen, das Haus verlassen'. a. Heit owend gehn mer aus, ins Gasthaus, ins Kino, auf ein Tanzvergnügen u. ä. [Kaislt, allg.]. a. 1417: do hieszen die egenanten schultheiszen den vorgenanten Henne Ruszen, das er uszginge [Grimm Weist. 613 (NW-Kallstdt)]. — b. Die Sau gehn aus 'werden vom Hirten auf die Weide getrieben' [ KU-Bedb]. — c. Er geht dort in (ein) un aus 'verkehrt in dem Haus' [allg.]. — d. leer ausgehe, wie schd. [allg.]. — 2. 'hervorkommen, hervorbrechen'. a. De Glan (Fluß) giht aus 'tritt aus' [ RO-Rehborn]. a. 1501: das ein iglich husze, da der rauche uszgat [Grimm Weist. V 584 (SP-Schiffstdt)]. — b. die Hinkelcher gehn aus 'schlüpfen aus' [WPf]. — c. Der Angschtschweiß is mer ausgange [Land KU-Diedk]. — d. Es geht mer e Grisel 'Grusel' aus 'mich schaudert es' [Kus]. — 3. 'ausfallen'. Mer gehn so arich die Hoor aus [allg.]. Ausgegangene Haare werden verbrannt [ ZW-Bechhf]. RA.: Allweil gehn der Katz die Hoor aus 'Jetzt ist es damit aus und vorbei' [GH-Minf Kühn Palz 125 Reichard Penns 433]. Volksgl.: En Kind, wu mit lange Hoor uf die Welt kummt, werd net alt, wann selli Hoor net glei ausgehne [Fogel Beliefs Penns 120]. Wammer sichs uf der Kopp regere loßt därich die Hundsdag, gehn em die Hoor aus [ebd. 1822]. Die Hoor gehn em net aus, wammer sich der erscht Freidag im neie Licht schere dut [ebd. 1828]. Die Zähn gehn aus [Kus Hombg ZW-L'wied KL-Reichb LU-Alsh]; dafür meist PfWB ausfallen. — 4. Die Schuh gehn net aus 'lassen sich nicht von den Füßen ziehen' [allg.]. — 5. auf etwas a. 'abzielen'. Der geht druf aus, annere Leit schlecht se mache [allg.]. — 6. 'zu Ende gehen. a. zeitlich 'aufhören', im Gegensatz zu PfWB angehen. Die Kerch geht aus [allg.]. RA.: Des geht dehäm in Obba 'Oppau' aus 'machen wir unter uns aus' [LU-Opp (erinnert wohl an das alte Dorfgericht, das für kleine Vergehen zuständig war)]. — b. örtlich. a. (o. D.): wo Unsere gerechtsame aller solcher Wälden, Wildbahnen, Jägereyen und Fischereyen auß- und angehen [Pälzer Sunndag 45/1956 S. 3]. — c. modal 'mit und ohne Erfolg [Bd. 1, Sp. 446] verlaufen'. Das geht gut (net gut) aus [allg.]. RA.: Das geht aus wie 's Hundemer 'Hundheimer' Kerchelied, das angeblich mit einem »Walzerchen« endete [Hebel 19]. 's is ausgang wie's Hornberjer Schieße 'ohne Erfolg' [verbr.]. — 7. 'zu mangeln beginnen' 's Geld is 'm ausgange [VPf, allg.]. a. 1532: fint es sich an dem beyell, daß der win vber halb vß ist, so soll man dem wirt den win laßenn vollen vßgen ... [PfWeist. I 264 (KB-Dreis)]. 's Feier geht aus 'erlischt' [allg.]. Volksgl.: Wann der gel Schneirer Gift spretzt, geht's Feier aus (Wenn man den Salamander in die Luft schnellt, so verbreitet er einen sichtbaren Sprühregen von Gift) [ WD-Niedkch]. De Ochdem (Odem) 'Atem' geht 'm aus, bei raschem Lauf [verbr.]. Er is am Ausgehe 'liegt im Sterben' [ KU-Obw i. T., allg.]. Im gleichen Sinne auch im Stabauslied: 'm Winder gehn die Aa aus [KB-Bischh, verbr.]. De Triller geht aus 'verliert die Kraft, bleibt stehen', im Zuruf der Kinder: Triller, Triller, geh aus! [Kaislt (1930)]. — RhWB Rhein. II 1126 ff.; LothWB Lothr. 523; ElsWB Els. I 190; Bad. I 93.
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