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| PfWB auf-zwicken (Bd. 1, Sp. 417) | PfWB zwicken (Bd. 6, Sp. 1741) | PfWB knipsen (Bd. 4, Sp. 356) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. das Leder a., ufzwicke [ GH-Schwegh]. — 2. einen a. 'necken, foppen' [ KU-A'glan IB-Bliesmg/Bolch NW-Hardbg BZ-Schaidt]. — 3. sich a. 'sich auffallend aufputzen'. Au, die hot sich ufgezwickt wie e Pohahn 'Pfauhahn' [ZW-Battw, verbr., Klein Prov. 27]. Syn. s. PfWB aufputzen. — ElsWB Els. II 924 ufzwecke; Bad. I 88.
| 1. a. 'mit zwei Fingern kneifen, quetschen', zwicke [mancherorts, Bernhard 195 Castleman Zwbr. 33 Christmann Kaulb 66, 85 Müller Dietschw 74 Schneckenburger 42, 44, 54]; vgl. PfWB pfetzen; Zs.: PfWB ab-, PfWB verzwicken. Ich hab mich gezwickt [ LU-Opp]. Zwicken am Bään!, Hetzruf an den Hund [ LU-Alsh]. RA.: eem de Kopp z. 'schlagen' [ KL-Wörsb]. Einen KR. s. PfWB schniere. Scherzfrage: Was frißt de Gaul? - Hää, Häwwre, Wicke, kannscht mich jo nit z. (Wer die Antwort nicht weiß, wird in den Arm gezwickt) [ BZ-Billh]. — b. 'schmerzenden Druck verursachen, quälen', z. B. im Magen nach üppigem Essen [mancherorts]; auch subst. Zwicke [Klein Prov. 252]; wanns in de Därm so komisch zwickt [Damm Pälzer 27]. Letscht han ich nämlich in meim Ricke / e scheißlich Reiße kriet un Z. [Münch Werke II 219]. Die Gripp geht rum, de Schnuppe zwickt [Wilms Land und Lewe 109]. — c. übertr. 'unter Druck setzen, drangsalieren'. Dort wollte uns die Franzose zwicke [PfId. 188]. a. 1705: »Der König von Preußen hat in seinen Landen die Katholiken so gezwickt ...« [Dochnahl 170]. — 2. 'den Schuhschaft mit kleinen Nägeln an die Sohle heften' [PS-Fehrb Hintwdth Schmalbg Pirmas GH-Schwegh Heimatkalender f. d. Pirmas. u. Zweibr. Land 1991 73]; Zs.: PfWB aufzwicken 1. RA.: von unförmigen, weiten Schuhen sagt man, die sin iwwer e Kohlekaschde gezwickt [ PS-O'simt]. — 3. 'die Fahrkarte lochen' [ PS-Erfw LU-Alsh/Gr NW-Meckh SP-Schiffstdt LA-Böching Wollmh BZ-Wilgws GH-Büchbg Kand Wind Wörth Zeisk]; vgl. PfWB knipsen. Die Fahrkart werd an de Sperr gezwickt [ PS-Erfw]. — 4. a. ein (1930 bereits veraltetes) Kartenspiel spielen [ KU-Hundh LU-Friesh NW-Frankeck PS-Hintwdth LA-Kl'fischl Wollmh BZ-Dernb]; Zs.: PfWB herauszwicken. Spielverlauf: Ein Spieler erhält 3 Karten, 3 liegen im Blinden und dürfen vom ersten, zweiten usw. mit den eigenen Karten vertauscht werden. Eine Karte wird als Trumpf umgedreht [ WD-Niedkch]. Z. wird bes. in der Silvesternacht und an Fastnacht gespielt [ ZW-Battw]. Geh her, mer zwicken e bissel [ LA-Gommh]. Sie hän gezwickt [ BZ-V'weidth]. — b. 'beim Kartenspiel einem anderen Spieler viel Geld abgewinnen'. Mer han en heit gezwickt [VPf]. Der isch geheerich gezwickt wore [ GH-Schwegh]. — c. 'Spielkarten mit verbotenen Zeichen versehen, zinken' [ LU-Limbghf]. — 5. 'mit den Augen blinzeln' [ SP-Harths]. — 6. 'koitieren' [ LU-Neuhf]. Die zwickt gut [ LU-Neuhf]. — RhWB Rhein. IX 900/01; ElsWB Els. II 924; SSA IV/1.10.
| 1. 'lochen'; die Fahrkart knipse (gnibsə) [verbr.]; vgl. PfWB knappen, PfWB knäppen, PfWB zwicken. — 2. 'den Lichtschalter betätigen' [verbr.]; vgl. PfWB anknipsen, PfWB Knipser. Knips [Bd. 4, Sp. 357] mol, daß mer was sieht! [ NW-Kallstdt]. — 3. (dilettantisch) 'fotografieren' [verbr.]. Ich han im Urlaub viel geknipst [ KL-Enkb]. — 4. 'den Klikker mit dem Finger schnellen' [ KU-Rutsw RO-Gundw Hochst Potzb WD-Niedkch HB-Limb]. Syn. s. PfWB schnellern. — Südhess. III 1501; RhWB Rhein. IV 955/56.
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