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| PfWB auf-schöpfen (Bd. 1, Sp. 398) | PfWB auf-schippen (Bd. 1, Sp. 395) | PfWB schöpfen (Bd. 5, Sp. 1409) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 1. '(von einer Flüssigkeit) mit einem Gefäß entnehmen', scheppe [verbr., PfId. 122 Christmann Kaulb 8, 61 Mang 87, 106 Müller Dietschw 64 Schneckenburger 19 Höh 81, Lambert Penns 132 Krämer Gal 192, 257]; Zs.: PfWB ab-, PfWB auf-, PfWB aus-, PfWB ein-, PfWB heraus-, PfWB leerschöpfen. Höfliche Aufforderung: Schepp der norre! 'Nimm dir (von der Speise)!' [HB-Brenschb, verbr.]. Schepp der sou veel, daß' witt [ GH-Knitth]. RA.: aus em Volle sch. [ NW-Hardbg]. Er scheppt immer mi'm große Leffel 'Er prahlt' [ BZ-Nd'ottb, LU-Böhl BZ-Dierb]. Die Sunn scheppt Wasser 'läßt das Wasser (nach dem Regen) verdunsten' [LA-Birkw, mancherorts VPf]. Er hat mit de Sauboll gescheppt 'beim Schimpfen grobe, unpassende Worte gebraucht' [ KL-Gimsb]. SprW.: Mit de Zeit scheppt sich de diefschde Brunne leer [Bergz (Kamm 88)]. Jeder Brunne scheppt sich alsemol leer [ GH-Schwegh]. WR.: Die Wolke gehe an de Rhoin Wasser sch. [Bd. 5, Sp. 1410] (bei Westwind, der Regen bringt) [ NW-Ellstdt]. Winzerregel: Verfriere die Trauwe (die Wingert) in de Woll, kammer de Wein scheppe mit de Boll (Fröste schaden nicht, solange die Triebe wenig entwickelt sind) [ RO-Odh, Rehbn KU-Lohnw Hundh Neustdt]. — 2. 'atmen', bes. '(nach einer Anstrengung) lebhaft atmen' [RO-Callb, mancherorts WPf NPf]; Syn. s. PfWB schnaufen 1 a; Ochdem (Luft) sch. [RO-Dielkch, verbr.]; no Luft sch. [ RO-Odh]. Er scheppt 'ringt nach Luft', von einem Kranken [ KU-Kaulb]. Er scheppt wie e Fisch im Wasser [ RO-Als]. So lang ich Odem scheppe kann, so lang du ich dich liewe [KL-Landstl (Firmenich III 247)]. — 3. 'ausgiebig trinken' [mancherorts]; enner scheppe [Otterstetter 203, ZW-Bottb Ernstw]; vgl. PfWB schöpfeln; Syn. s. PfWB trinken 1 a. Er hot g'scheppt [ LA-Wollmh]. — 4. 'verhauen'; eem enni (e paar) sch. [IB-Bliesmg/Bolch Eschring RO-Münchw Kaislt]; Zs.: PfWB herabschöpfen; Syn. s. PfWB verhauen 1. Frieher hett ich 'em ab un zu misse änni schebbe [Damm Dreifaltichkäät 43]. — Südhess. V 713/14; RhWB Rhein. VII 1046/47; LothWB Lothr. 439; ElsWB Els. II 424.
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