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 PfWB ätsch (Bd. 1, Sp. 355)   PfWB Grete (Bd. 3, Sp. 432)   PfWB Tanz(en)-gretel (Bd. 2, Sp. 82) 
   ätsch: Ausruf der Schadenfreude und des Spottes, zumeist im Ausruf Äätsch, äätsch, schawe Riebche (oder: Holleriebche), den ein Kind dem andern im Spotte zuruft, indem es dabei einen Zeigefinger auf dem andern reibt; oft werden Worte, die auf den Schaden hindeuten, zugefügt, z. B. Du hoscht Bumbes kriet [verbr.]. Mancherorts wird der einleitende Satz zu einem Vers oder gar Vierzeiler erweitert: Äätsch, äätsch, schaawe Riebche, bees, bees Biebche [ NW-Lambr], — oder: 's Anna hot e Biebche 'einen Schatz' [ KL-Fischb], — oder: morje kriescht e Biebche, iwwermorje e Mädche, das häßt Gretche [ KU-Bedb]; vgl. PfWB äks, PfWB äksch. — F.: d, selten ęd.RhWB Rhein. I 291; Bad. I 76; Kluge-Mitzka17, 35.

 

   Grete f., n.:
1.
a. 'Kurzform zum VN. Margarethe', Gret (grēd) [verbr.]; Dim.: Gretche [verbr. WPf NPf], Gred(e)l [verbr. VPf Ost-PS], Grerel [mancherorts bes. VPf], Grel (-ē-) [ LA-Nd'hochstdt BZ-Dierb]. Vergl. u. RA.: Die es angezoo wie 'm Narr sein Gretche [ KU-Kaulb]. Die is gemuschdert wie 's Grerel im Herbscht [ KU-Brück]. Der Geizige stellt sich dran, mer mänt grad, 's wär de arm Gret ehr Bu [Kaislt]. SprW.: Mer loßt die Gret nit alleen [ KB-O'wies]. VR.: 's Häns'che sitzt am Fenschter un flickt an seine Schuh. Do kummt des Nachbars Gretche un guckt dem Häns'che zu. »Ach Häns'che, wann de heirate witt, do heirat numme mich; ich han e blanke Daler, der langt fer mich un dich. Un wann mer dann verheirat sin un han noch gar keen Haus, do hocke mer uns in de Henkelkorb un gucken owe raus.« [Feierowend Nr. 8/1950, S. 5]. Hänsel un Gredel, des ware zwaa Leit; Hänsel, fliech fort, Gredel du aa; Hänsel, kumm willer (wieder), Gredel, du aa! [ LU-Altr]. Ich un mein Gret kenne schien danze; sie met'm Berrelsack, ich met'm Ranze [ KU-Kaulb]; Var. s. PfWB Bettelsack. Gretche, mein Mädche, was duschde? Ich sitze am Owe un huschde. Ich kehre das Haus un strippe die Maus un mache meim Kindche paar Händschelcher draus [ Gal-Schönth]. Weitere VR. s. PfWB ätsch, PfWB Bach (I 502 Z. 8), Petersilie (I 744 Z. 4), Pfad 2, PfWB vernähen 2 a, PfWB Floh (II 1468 Z. 20). —
b. 'einfältiges Frauenzimmer'. Das is mol e Gret [ KB-Kriegsf], e dumm G. [RO-Dielkch, verbr.], e tappichi G. [Land], e närrische G. [ LA-Wollmh], e dorich (törichte) G. [ HB-N'alth]. Zs.: PfWB Platsch-, PfWB Pfusch-, PfWB Floh-, PfWB Gänse-, PfWB Gnuster-, Heiden-, Herdstein-, Kir-

[Bd. 3, Sp. 433]

[Bd. 3, Sp. 435]
ben-, Lumpen-, PfWB Muster-, PfWB Schnapp-, PfWB Zahnweh-, PfWB Zottelgrete.
2.
a. Katzenname, Gredel [verbr.]; Hundename, Grerel [ ZW-Käshf]; Kuhname [verbr.]. —
b. in Blumennamen für Margerite (Nigella damascena): Gretche (Gredl, Grerel) im Grine [verbr.]; G. hinner de Heck, uf de Heck [verbr.]; G. im Busch [verbr.]. Zs. PfWB Heckengretel. —
c. s. PfWB Tanzengretel, Lehmgretchen, PfWB Schwabengrete. — RhWB Rhein. II 1392 ff.; LothWB Lothr. 215; ElsWB Els. I 285; Bad. II 469/ 70.

 

   Tanz(en)-gretel f., n.: 'Kreisel', die Danzgredl [ LA-Ranschb Wey], -grerl [ NW-Ruppbg], das Danzegredl [ NW-Freinsh]; vgl. PfWB Tänzeler. —