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| PfWB an-zeigen (Bd. 1, Sp. 301) | PfWB zeigen (Bd. 6, Sp. 1565) | |||||||||||||||
1. 'vermelden', meist 'der Behörde zur Bestrafung melden', aanzeie [NPf], -zeiche [übrige Pfalz]. Für 'dem Lehrer anzeigen' sind mehr die Ausdrücke PfWB anbringen und angeben gebräuchlich. a. 1581: Welcher hirtt eim nachpfarn (Nachbarn) ein vih verliert vnd nit redlich vrsachen ahnzeigen kan, wie es gestorben [PfWeist. I 47 (KU-A'glan)]. — 2. sich a. 'sich durch verschiedene Vorzeichen kundtun'. 's hot sich eppes (etwas Unangenehmes) aangezeicht, z. B. wenn die Uhr (bei noch nicht abgelaufener Feder) stehenbleibt, ein Bild oder Verputz ohne erkennbare Ursache von der Wand fällt, eine Schere fällt und im Boden steckenbleibt, ein Geräusch im Holz zu hören ist u. dgl. [verbr.]; vgl. PfWB anmelden. — Bad. I 66; Schwäb. I 287.
| 1. 'vorweisen, vorführen, vorzeigen', zeiche (dsaiχə) [mancherorts, Höh 63 Karch [Bd. 6, Sp. 1566] Jockgr/Nd'horb 124], zeische (dsaiə) [RO-Als Schneckenburger 30], zeije (dsajə) [Christmann Kaulb 26 Henn Mda.-Int. 101], zaaije (dsājə) [NPf (PfId. 155) Mang 135], zääche (dsχə) [LA-Venn Land]; Part. Perf. gezeicht [vereinzelt], gezeit [Henn Mda.-Int. 101], st.: gezische [ LA-Gommh]; Zs.: PfWB an-, PfWB erzeigen; mda. gebräuchlicher ist PfWB weisen. Morje gehsche zu doiner Mudder! / Die soll ders zeiche wie's geht [Damm Dreifaltichkäät 16]. Zeig mer emol dein Speck!, Aufforderung an ein Kind, sein Ärmchen o. ä. zu zeigen [ KU-Bedb]. RA.: einem die Zähn z. 'Widerstand leisten' [vereinzelt]. Dem Grindkopp werr ich's z. [Krieger 51]. Dem will ich z., was die Glock geschlage hat 'Standpunkt klarmachen' [ LU-Opp]; ... wo de Barthel de Moscht holt, dass. [Kamm 77 Krieger 12 Wilde 263]; ... wo de Zimmermann 's Loch geloßt hat 'aus dem Haus werfen' [Bergz (Kamm 98)]. Hosch de de Besem gezeicht kriet? 'Bist du hinausgeworfen worden?' [ FR-Albsh]. Dem will ich's emol z., den bring ich vor de Assise (Assisen) 'vors Gericht' [Guentherodt Frz. 79]. WR.: Wie de Freidach sich neicht, so de Sunndach sich zeicht [ BZ-Stein]. Einen KR. s. PfWB Schnecke 1. VR. (Kirchweihlied): Gude Owend Lisabeth, / zeich mer, wu dein Bettlaad steht, / hinerm Ofe an de Wand, / wu im Knecht sein Hosse hangt [ LA-Wollmh]. Kinderspiel: ääm de Großvadder z., dabei hebt das größere Kind das kleinere am Kopf hoch [Land]. — 2. a. 'mit dem Finger deuten' [vereinzelt]. Er hot noch ihm gezeigt [Beam Penns 113]. RA.: mit'm Finger uf jemand z. 'jemanden anprangern' [ LU-Opp LA-Maik]. — b. 'sich im Unterricht mit Fingerzeig melden' [ KU-Schmittw/O KB-Kriegsf]. — RhWB Rhein. IX 740; LothWB Lothr. 555 zeijen, ALLG I K. 154; ElsWB Els. II 893.
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