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| PfWB Ant-haupt (Bd. 1, Sp. 290) | PfWB An-furche (Bd. 1, Sp. 235) | PfWB An-gewanne (Bd. 1, Sp. 240) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. = PfWB Angewanne 1 (Pflugwende), eigentl. 'Kopfende des Ackers', Anthaabt (ḁndhbd) [ FR-Bockh Albsh], Anthaab (ḁndhb) [ FR-Kindh Grünstdt O'sülz Heßh GH-Wörth], Onthaabt (ǫndhbd) [RO-Sippf], Onthaab (ǫndhb) [ RO-Dörrmosch LU-Assh], Anthääb (ḁndhb) [ GH-Max'au], Anthät u. Antät [südl. von Pirmas], Anteel [ PS-Glashtt]. — 2. 'Grasrain an der Schmalseite des Ackers', Anthäät (ḁndhd) [GH-Erlb (1925)]. In älteren Belegen der Grasrain an der Grenze der Ortsflur und FlN. a. 1490: ... zucht durch die obert antheid vff die bach [SLgb. KB-Rams Bl. 133]. Zu antvgl. PfWB Antbord; PfWB Haupt als Bezeichnung des Endes eines Dinges auch in PfWB Flegelshaupt '(oberer kurzer) Schlagteil des Dreschflegels'; vgl. Schwäb. I 274. Anteel ist volksetym. Umdeutung aus unverstandenem Antät < Anthäupt. LothWB Lothr. 11; Els. I 56; Bad. I 63.
| 1. 'erste Furche beim Ackern', Aanfurch [ PS-Geisbg BZ-Albw], -forch [ NW-Gönnh], -four [ WD-Niedkch]. — 2. = PfWB Angewanne 1 (Pflugwende), Anferchelt [ GH-Hatzbühl]. — RhWB Rhein. II 914.
| 1. 'Streifen an der Schmalseite des Ackers, auf dem der Pflug gewendet wird' (Pflugwende) [mittl. WPf östl. NPf FR-Bissh Dirmst NW-Wachh Dürkh, vgl. K. 14]; vgl. auch Karte Pflugwende in DWA IV. Syn.: PfWB Anfurche, PfWB Angewende, PfWB Angewender, PfWB Ankehre, PfWB Antbord, PfWB Anthaupt, PfWB Anung, PfWB Anwande, PfWB Anwende, PfWB Anwender, PfWB Gewanne, PfWB Kehre, PfWB Wande, PfWB Wende. a. 1626: Weingart das oberend auff ein Angewandt stoßend [BrPr. Nr. 390 S. 62 (LA-Rhodt)]. RA.: Kumm mir net an die A. 'in die Nähe'! [ KU-Kaulb KL-Hirschhn BZ-Schwarzb]. — 2. Scherzhaft 'Rand des Kuchens' (der von den Kindern gern übriggelassen wird) [ BZ-Schwarzb]. — 3. 'Acker, Ackerbeet'. a. 1698: ein klein Angewand oder ein Stück Acker [Lgb. 33a (PS-Rodalb)]. — 4. 'Die an die Schmalseite eines Ackers grenzende Nachbargewanne', ![]() 5. FlN, Aangewann [ RO-Mannw FR-Mühlh], Böse Aangewann [Kaislt], Ritters Aangewann [Kirchhbol]; zahlreiche histor. Belege. — F.: Der zweite Bestandteil erscheint heute nur als -g(ə)wan, -g(ə)wḁn (landschaftl. Abgrenzung von a und ḁ wie bei ander). — Zu mhd. gewande f., urspr. 'Ackergrenze, an der gewendet wird', vgl. Kluge-Mitzka17. Die histor. Belege der Pfalz weisen die Form mit -nd(t) zum Teil noch bis ins 18. Jh. auf. Auffallend ist, daß Angewanne für die Pfälzer in Galizien und im Buchenland fast ausschließlich galt, wiewohl sie zum größten Teil aus der Nordpfalz, dem Gebiet der mittleren Nahe und Rheinhessen stammen, wo heute die Bezeichnungen Gewanne, Handhabe und Anthabe herrschend sind. — Die Flurbereinigung läßt den Ausdruck in den Bedeutungen 1 und 3 allgemein mehr und mehr schwinden. — Bad. I 51.
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