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 PfWB an-stoßen (Bd. 1, Sp. 285)   PfWB ein-rennen (Bd. 2, Sp. 813)   PfWB An-stößer (Bd. 1, Sp. 286) 
   an-stoßen st.:
1. 'durch Stoßen in Bewegung setzen'; de(n) Bermedickel 'Perpendikel' aanstoße (-dōsə) [allg.]. —
2. 'an etwas anstoßen'; sich aanstoße, sich de(n) Kopp aanstoße, auch: mit'm Kopp, mit'm Jurreknechelche 'empfindliche Stelle am Ellbogen' a. [verbr.], vgl. PfWB anbumpen; mit de Zung aanstoße 'lispeln', auch

[Bd. 1, Sp. 286]
absolut: Er stoßt aan [allg.]; mit dem Glas aanstoße, beim Zutrinken oder absol.: Woll'n mer mol aanstoße? [allg.]. RA.: Sie stoßt mit de Knie aan, von einer Vollbusigen [ LU-Friesh]. —
3. etwas a. 'vorbringen, in Erinnerung bringen' [ ZW-Battw]. —
4. jemand a. Stoß'n net oon! 'Laß ihn in Ruhe!' [ Gal-Dornf]. —
5. 'angrenzen'. Sei Acker stoßt an meine aan [verbr.]; vgl. PfWB Anstößer 1. —
6. 'durch schlechtes Benehmen Anstoß erregen, Widerspruch finden'. Der stoßt iwweral aan [verbr.]. Du werrscht mit deim Dickkopp schun aanstoße [ RO-Obd BZ-Dernb]; vgl. PfWB anrennen 2. —
7. Die Wisse stoße schun aan 'beginnen grün zu werden' [ ZW-L'wied]. — ElsWB Els. II 617; Bad. I 63.

 

  -rennen schw.:
1.
a. 'gegen etwas rennen und es dabei beschädigen'; die Wand einrenne [ LU-Alsh]; vgl. PfWB einstoßen 1. Er harre (hat einen) dicke Kopp, do kann mer Mauere met enrenne [RO-Sippf]. Mit deer kennt mer Riegelwänn einrenne, von einem Eigensinnigen, auch von einem Dummen [NW-Frankeck, verbr.], ... Wänd oinrenne [ LU-Opp]. —
b. 'gegen etwas rennen und sich selbst dabei Schaden zufügen, verunglücken'. Er rennt sich noch 's Hern (Hirn) in, wer in unsinnigem Tempo fährt [KU-Kaulb, verbr.]. RA.: Jo, renn der norre de Schärel ('s Hern, de Hernkaschde, de Kopp) in! zu einem, der sich auf gewagte Unternehmungen einläßt [KL-Reichb, verbr.]. —
2. RA.: uffene Deere enrenne 'unnötige Anstrengungen machen' [ FR-Bockh]. — Südhess. II 120/21; RhWB Rhein. VII 356; ElsWB Els. II 263; Bad. I 661. —

 

   An-stößer m.:
1. 'Nachbaracker, der mit seiner Breitseite an den eigenen Acker stößt', auch der Besitzer dieses Ackers.
a. Es stößt Breitseite auf Breitseite, Aansteßer (-dēsər) [ RO-Als PS-Schmalbg Erfw FR-Bissh LU-Opp], -stejßer [IB-Blieskst (PfId. 12) LA-Venn BZ-Eußth GH-Schaidt Freckf]. —
b. Es stößt Breitseite auf Längsseite, Aansteßer [ KU-Altkch], Aan- [ KU-Trahw KL-Spesb Nd'mohr Mittbr], -stejßer (dęisÄr) [BZ-Eußth (s. o.), GH-Kuhdt Schaidt]. —
2. = PfWB Angewanne 1 (Pflugwende), Aanstejßer (ndęisÄr) [ BZ-Hofstätt]. —
3. 'Angrenzer'. a. 1291: des erfur ich mich an den anstozzern (der Brücke) vnd auch andern biderben luden [OttbgUrkb. 359]. a. 1435: so haben sie den schirm abgesagt, alß ihre vorgesagte nachbaren vndt anstösser daß auch gethan haben [PfWeist. I 388 (IB-Ensh)]. a. 1448: die von Dorkheim und alle andere dorfer und anstoszer friheiten und gaben [Grimm Weist. V 596 (Rechte der Abtei Limburg)]. a. 1517: an dem orth seindt die von Moschelln gegen den von Rodt anstößer [PfWeist. I 282 (RO-Duchr)]. a. 1547 (Abschr. Ende 16. Jh.): Die anstoßer seindt Mittelbach, Hangspach, vndt Wattweiler [Zweibr OABannb. 1]. — RhWB Rhein. VIII 767; Bad. I 63.