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 PfWB an-stecken (Bd. 1, Sp. 283)   PfWB an-stechen (Bd. 1, Sp. 283) 
   an-stecken schw.:
1. 'anzapfen', aanstecke (-dęgə). De Wert steckt e Fässel Bier aan [LA-Nd'hochstdt, verbr.]; vgl. PfWB anstechen 1. —
2. e Streißche a., wie schd. [allg.], in der RA. 'ein Kompliment machen' [Don, verbr.]. 's Lied 'die Liednummer' a., an der Stecktafel in der Kirche [LA-Nd'hochstdt, verbr.]. —
3. 'anzünden'; 's Feier, 's Licht, 's Haus aanstecke [allg.]. RA.: Dich soll de Schnee anschdecke!, Ausruf der Verwunderung [Weber 124]. Der dät brenne, wammer'n aansteckt, von einem abgemagerten Pferd [ ZW-L'wied]. Der Deiwel steckt der die Kerz aan! Drohung [ NW-Weish/S]. —
4.
a. einen a., auch von Tieren und Pflanzen. Er hot (hat) sich aangesteckt, 'sich durch Ansteckung eine Krankheit zugezogen' [allg.]. Die schwarze Bladdere sin aarisch aansteckend [allg.]. SprW.: E grindich Schoof steckt die ganz Herd aan [KB-Bischh, verbr.]. Aangesteckte Trauwe 'von Peronospora befallene Trauben' [VPf]. —
b. 'durch böses Beispiel verleiten'. Faulheit steckt aan [allg.]. — RhWB Rhein. VIII 553; ElsWB Els. II 582; Bad. I 62.

 


Aus den Nachträgen

 

   an-stechen st.:
1. 'den Zapfhahn in ein Bier- oder Weinfaß treiben'; e Faß (e Fässel) aansteche (-dęχə) [verbr.]; vgl. PfWB anstecken. —
2. Die Drauwe sin aangestoch(e) (vom Rebstecher) [allg.]. —
3. aang(e)stoche kumme 'im Stechschritt daherkommen' [ BZ-Dernb]. — RhWB Rhein. VIII 553; ElsWB Els. II 572; Bad. I 62.