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 PfWB an-richten (Bd. 1, Sp. 269)   PfWB prahlen (Bd. 1, Sp. 1149)   PfWB auf-blasen (Bd. 1, Sp. 365) 
   an-richten schw.:
1. 's Esse aanrichte 'das Essen aus dem Kochtopf in die Schüssel tun und auftragen' [verbr. bes. WPf]. RA.: Mit de Sauboll 'dem großen Schöpflöffel' aanrichte 'aufschneiden, prahlen' [ KU-Kaulb]. Syn. s. PfWB prahlen. —
2. 'etwas Böses verursachen'. Do hoscht du was aangericht! [verbr.], ..e schäni Brih a. [Schandein Sprachsch. Notizen]; vgl. auch PfWB anrühren 2, PfWB anstellen.RhWB Rhein. VII 394; ElsWB Els. II 229; Bad. I 59.

 

   prahlen schw.: 'sich rühmen, großtun'. Er prahlt [fast allg.], prahlt sich [ Gal-Dornf]. Der kann blouß prahle [ LA-Gommh]; vgl. PfWB brallen. Syn.: angeben 4, PfWB anrichten mit der Saubolle, aufblasen 2 b, PfWB aufbrüsten, PfWB aufbürsten 1, PfWB aufschmieren, PfWB aufschneiden 3, PfWB aufspielen 2, PfWB pänzen, PfWB blähen 4, PfWB blasen 8, PfWB prammen, PfWB prangen, pranzen, PfWB prasseln1 3, PfWB pratzen, PfWB preisen, PfWB bröken, PfWB protzen, mit großen Hunden brunzen, brüsten, bürsten 4, PfWB dicktun, PfWB flunkern, PfWB fotzen, PfWB großmogulen, PfWB großtun; auf die Pauke, auf die Pferde hauen; herausstreichen, -tun, hervortun, herunterreißen, hochstapeln, käsen, Sprüche klopfen, kohlen; sich in (an) den Laden legen; Apfeltörtchen, Brulljes, Tänze, sich dick (groß, grün, stark, wichtig), Fürze, den Meckes, Sprüche, Wind machen; markieren, reißen, renommieren, rühmen, mit dem großen Löffel schöpfen; den Dicken, den Geschwollenen, den großen Mann spielen; große Bogen, große Töne spucken; strahlen, stratteln, stratzen, strotzen, strunzeln, strunzen. F.: zumeist brālə; NWPf u. VPf vielerorts brlə. Südhess. I 1061; RhWB Rhein. VI 1064; ElsWB Els. II 187; Bad. I 305.

 

   auf-blasen st.:
1. 'durch Blasen schwellen machen'. Die Blos 'Schweineblase' ufblose [allg.]. Sei(n) Bauch is ufgeblos(e) 'aufgebläht' [verbr.]; vgl. PfWB aufblähen. RA.: Der g'hert ufgeblose un in d' Luft g'schickt [ LA-Roschb], oder: ...un ve(r)huppst [verbr.]. Der kann mich u., Götzgruß [ LU-Muttstdt]. Der kammer de Howwel u., dass. [ KU-Schmittw/O]; anderswo ausblose (ausblasen). a. 1590: Es sollen auch die Metzger kein Fleisch oder Stich vffblassen ... [ZweibrUrkb. 137]. —
2. übertr. sich a.
a. 'sich aufregen'. Blos dich net so uf! [KB-Kerzh, verbr., auch Gal]. —
b. 'wichtig tun'. Syn. s. PfWB prahlen. Der blost die Backe uf wie e Drumbeder, blost sich uf, daß 's Himd platzt, blost sich uf wie e Poohahn 'Pfau', wie e Welschgockel 'Truthahn', wie e Luftballon; das is e ufgeblosener 'großtuerischer' Kerl u. ä. [allg.]. RhWB Rhein. I 749/50; Bad. I 79.