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| PfWB an-nehmen (Bd. 1, Sp. 263) | RhWB vermuten (Bd. 5, Sp. 1465) | |||
I. trans. 1. etwas a. a. vom Menschen. α. 'entgegennehmen, übernehmen', ein Geschenk, ein Amt, aannemme [allg.]. Er hat Haus un Hof aangenumm(e) 'nach dem Tode der Eltern übernommen' (und muß die Geschwister abfinden) [verbr.]. RA.: Vun dem nemmt kään Hund kään Stick Brot aan, von einem schlechten Menschen [WPf, verbr.]. SprW.: Mer muß's oonnemme, wie's kummt [ KU-Schmittw/O]; dafür meist: Mer mus es nemme ... Horrer die Gääß 'Ziege' aangenumme, kann er se ach hiere 'hüten' [NW-Gimmdg, verbr.]. a. 1529: so einer des schulthessen gebot ... veracht vnd nit annimpt [PfWeist. I 33 (RO-Als)]. a. 1539: wer es, das sich derselbe (das Amt des Schöffen) nit annehmen wollt [PfWeist. I 326 (LA-Edk)]. — β. 'sich in Gedanken vorstellen, beherzigen'. Der dät a., ich sellt ... Aangenumm(e), es wär, wie de sa(g)scht ... Der nemmt kää Root 'Rat' aan [allg.]. — b. von Tieren u. Sachen. De Hund nemmt's Wild aan 'verfolgt es', Jägersprache [allg.]. De Stoff nemmt die Farb net (nit) aan, wie schd. [allg.]. — 2. einen a. a. an Kindes Statt; e aangenumme(nes) Kind [allg.]. — b. als Patient 'empfangen'. Ich bin beim Dokder nimmi aangenumm(e) worr(e) [allg.]. — c. als Angestellten, Lehrling 'einstellen' [allg.]. a. 1644: Jörg Hammel soll zu einem Schulmeister uff und angenohmen werden [Küchler 156 (Kaislt)]. — II. refl. sich einer Person oder Sache a., auch: um eine Person oder Sache a. Ich nemm mich deiner (um dich) nimmi aan [allg.]. — RhWB Rhein. VI 134/35; ElsWB Els. I 770; Bad. I 57/58.
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