an-gauzen schw.: 1. 'anbellen', aangauze, vom Hund [verbr.]; vgl. PfWB anbellen, PfWB -kläffen. — 2. übertr. 'mit barschen Worten anreden [verbr.]. Syn. s. PfWB anfahren 2 c. — RhWB Rhein. II 1063; Bad. I 49. an-geben st.: 1. 'mit Geben beginnen' bes. im Kartenspiel, aangewwe [allg.]. — 2. 'mitteilen, nennen', die Farbe beim Kartenspiel, Personaldaten u. dgl. [allg.]; im bes. 'in der Schule Streiche, Übeltaten anderer dem Lehrer a.' [allg.]; vgl. PfWB anbringen. — 3. den Ton a. a. gegenst. 'den ersten Ton eines Liedes [Bd. 1, Sp. 237] erklingen lassen' [allg.]. — b. übertr. 'auf Grund eingebildeter Befugnis anordnen' [Pirmas jüng. Gener. (Otterstetter 221)]. — 4. 'prahlen' [allg.]; vgl. PfWB Angeber. RA.: Der gebbt aan wie siwwe Nackiche, oder: wie e Dutt voll Micke [verbr.]. Syn. s. PfWB prahlen. — RhWB Rhein. II 1076/77; ElsWB Els. I 195; Bad. I 49. | | an- gauzen: einen a., anbellen, –schreien Allg. | | an -geben: 1.a. etwas a., durch eine Reihe hindurch hinanreichen; Panne a. beim Decken eines Hauses die Dachziegel dem reichen, der sie aufhängt; geft de Emer an! bei Kettenbildung vom Weiher bis zur Brandstätte Rip, Nfrk. — b. übertr. etwas oder einen (sich) a. mit Worten, nennen, mitteilen. α. Obj. was ist oder war; suvill Verdens (Verdienst) hätt ech net angegen; ech gohn en Kengk (Kind) a. ins Geburtsregister standesamtlich eintragen; he git et net an [Bd. 2, Sp. 1077]
verheimlicht es Rip, Allg. — Bes. etwas (einen) anzeigen, antragen, verraten; dat e se Broder met agof, wor net schün van em; he gof sech met an als Täter Rip, Allg. — β. Obj. was geschehen soll; he gof an, he möt (müsste) verrese Rip, Allg. — γ. einem a., was er tun soll Allg. — δ. sich a., sich anbieten zu etwas; de N. gof sech derekt met an Eup-Raeren, Allg. — c. etwas a. Einfälle haben, bes. tolle Streiche aushecken; de Jong kann wat a.; de stellt ok op (führt aus), wat e angift Nfrk; de Jong git nüs as Schulenstöcker (Schülerstreiche) an Mü-Eif. — d. im Kartensp. Farbe a., anwerfen, worauf die andern bekennen müssen; wer hät die Farf (Ecke, Herz) udgl. agegeve? Allg. — 2. beginnen mit geben. a. mit der Verteilung der Karte als erster beim Anfang des Spieles, meist ohne Obj.; wer git an? Allg. — b. absol. frischmelkend werden, von der Kuh; wenn de Kuhw in't jonge Gras kommt, geft se an Mörs, Klevld. RA.: He geft tegen en gösten (unfruchtbaren) Oss (Ochs) an Rees-Ringenbg. — 3. sich a., auf ein Ziel hin, sich irgendwohin begeben; on jetz mot (musste) e sech op et Dörp a. Aach, Allg. — 4. dat git dech och an, — nüs an, — kenen Deut (Dress) an es geht dich an Rip. |
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