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| PfWB ane (Bd. 1, Sp. 226) | PfWB richt (Bd. 5, Sp. 523) | |||||||||||||||||||||||
1. örtlich, mit Verben der Bewegung. a. von der Nähe in die Ferne zeigend; α. mit dem Begriff des Zieles, z. B. in PfWB anebringen, PfWB -fahren, PfWB -führen, PfWB -gehen, PfWB -hauen, PfWB -heben (im Sinne von 'halten'), PfWB -kommen, PfWB -laufen, PfWB -machen, PfWB -patschen, PfWB -rufen, PfWB -schmeißen, PfWB -stehen, PfWB -tragen, PfWB -werfen. Das Verb kann fehlen, wenn sich aus der Sprechsituation oder aus dem Satzzusammenhang ein befriedigender Sinn ergibt: Wo (Wu) anne? 'Wohin?' [verbr.]. Na, wo anne? Anrede an Vorübergehende [ HB-Jägbg BZ-Annw]. Es war net notwennich, daß ich anne bin [ PS-Erfw]. RA.: Er weeß net, wu anne un wu naus 'Er weiß nicht ein und aus' [ Gal-Dornf]. Ich anne gleich un froh 'frage' es (das Mädchen) frei [Schandein Ged. 44]. Do schtehen so hoche, schääne Danne, Do misse die Kaserne anne (hingebaut werden) [Kieffer 21]. — β. von ziellosen Bewegungen, die Bedeutung des Unvollkommenen der Tätigkeit verstärkend, z. B. in PfWB anebampeln, PfWB -dattern, PfWB -gokeln, PfWB -hossern, PfWB -hudeln, PfWB -lotteln, PfWB -sauen, PfWB -schleichen, PfWB -schlockern, PfWB -schlotteln, PfWB -schmieren, PfWB -schnutteln, PfWB -stolpern, PfWB -sudeln, PfWB -träppeln, PfWB -wackeln, PfWB -walzen; im einzelnen s. diese Stichwörter. — b. die Bewegung [Bd. 1, Sp. 227] von einer Höhe abwärts andeutend, z. B. in PfWB anefallen, PfWB -fliegen, PfWB -geheien, PfWB -hocken, PfWB -plumpsen, PfWB -purzeln, PfWB -schlagen, PfWB -schmeißen, PfWB -setzen, PfWB -stürzen. — c. 'entlang, vorbei'; am Haus anne, unne a., owwe a., do a., dort a. [verbr.]. 's Forellebächel anne [Kühn Schnitze I 49]. Auch hier ist die Verbindung mit verschiedenen Verben möglich: PfWB anegehen, PfWB -laufen, PfWB -schleichen. a. 1600 (Abschr.): die furch anne biß in die dell [Kurpf. Fasz. 168 (KU-Wolfst)]. — 2. zeitl. in PfWB aneschwätzen. — 3. modal in PfWB anebringen 2. — In allen Bedeutungen konkurriert ane mit hin; ersteres ist mehr vorderpfälzisch und gehört vornehmlich der ält. Generation an, dieses mehr westpfälzisch (bes. nordpfälzisch) und eignet mehr der jüng. Generation. Seltener sind Verb. mit dahin- und hinan-; vgl. PfWB anefallen. — RhWB Rhein. I 188; ElsWB Els. I 342; Bad. I 47; Nass. 46; Kurhess. 13.
| 1. räumlich. a. 'gerade, in gerader Richtung', richt [KU-Kaulb, verbr. WPf NPf, Journ. 215 Kühn Hamet 130 Müller Butterbärwel 35]; vgl. PfWB Richte1; r. eniwwer, r. eriwwer 'unmittelbar gegenüber' [KU-Adb, verbr.], r. iwwer [Don-Lenauheim Lovrin], richt anne 'geradehin', s. PfWB ane 1 a [IB-Blieskst (PfId. 115)], richt aus 'geradeaus' [HB-Kirrbg Pirmas Don-Lenauheim Lovrin]; r. eriwwer vun de Kerch [Kaislt]; r. gehn [ KU-Bedb ZW-Bottb]; ... Un' fehrt-en hi' zum Weiher r. [Schandein Ged. 123]. Do uff anmol rollt 'r ... richt de Berj enab [Kühn Hamet 66]. Wann de richt aus gehscht, kummschde dehin [ IB-Ommh]. Richtunne wellt e' Weiher [ebd. 153]. a. 1759: all der Blatz zum Brunnen richt hinder gegen das Hauseck nöthig [Kurpf. 884 (RO-Duchr)]. a. 1759: breit unten am oberst end richt hinüber [ebd.]. — b. 'aufrecht, senkrecht'; Zs.: PfWB pfeilricht 1. Der Kra'e (Kragen) steht r. iwwer sich [ ZW-Gr'bundb]. — 2. [Bd. 5, Sp. 524] zeitlich. s. die Zs. PfWB pfeilricht 2. — RhWB Rhein. VII 386/87, 388; LothWB Lothr. 412.
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