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 PfWB an-drehen (Bd. 1, Sp. 225)   PfWB schwängern (Bd. 5, Sp. 1548)   PfWB an-stellen (Bd. 1, Sp. 284) 
   an-drehen schw.:
1. etwas a.
a. 'durch Drehen festmachen', z. B. eine Schraube, aandrehe [allg.]. —
b. 'durch Drehen in Gang setzen'; de Dänzer 'Kreisel', de Modoor (Motor älterer Bauart), 's Licht (durch Drehen des Schalters) a. [allg.]. Davon übertr. 'durch Neckerei in Zorn bringen'. Den hän mer aangedreht [ FR-Bissh]. —
2. einem etwas a.
a. RA.: 's heert 'm a Schraub aangedreht 'Man muß ihn zur Vernunft bringen' [LA-Wollmh, verbr.]. —
b. 'einem durch Überredung oder List etwas Minderwertiges verkaufen' [allg.]; einem e Zech a. (auch: ans Bään 'Bein' drehe) 'auf Kosten eines Gutmütigen zechen' [verbr.]. —
c. einem Mädchen ein Kind a. 'das Mädchen schwängern' [verbr.]. Küpper II 49. — RhWB Rhein. I 1457; Saarbr. 7; ElsWB Els. II 747; Bad. I 47.

 

  schwängern schw.: 'schwanger machen', schwängere [BZ-Dernb, Krämer Gal 194]; in der alten Mda. nicht gebr.; Syn.: PfWB anbrennen 2, PfWB anpinseln 2 b, PfWB ansengen 2, PfWB aufbündeln 2, PfWB einmeren 2 a, PfWB einschießen 2 b, PfWB hinbrennen, PfWB laden1 1 d, PfWB machen 1bβ, PfWB schwächen1 2, PfWB sichern1, PfWB zeugen; häufig jedoch nur in Wendungen wie: ein Kind andrehen (s. PfWB andrehen 2 c); ein Kind anstellen (s. PfWB anstellen 4); dick machen (s. PfWB dick1 I 2 c α); eins hinmeißeln (s. PfWB hinmeißeln); ein Kind machen (s. PfWB machen 1 b β); ein Kleines machen (s. PfWB klein 1 c); einen Knopf ins Hemd machen (s. PfWB Knopf 1 a α). Südhess. V 868.

 

   an-stellen schw.:
1. etwas an etwas a. 'anlehnen'; die Lääder a., meist mit einfachem Akk., aanstelle (-delə) [Kaislt, verbr.]. —
2. die Maschin aanstelle 'in Gang setzen' [verbr.]. Davon: e Baal 'Ball, Unterhaltung' a. [WPf (PfId. 170)]. —
3. einen a.
a. 'zur Arbeit anweisen, beauftragen'; de Knecht besser oonstelle 'mehr zur Arbeit anhalten' [ Gal-Dornf]. a. 1711: ... hat die gemein ... angestellt. daß Sie Ihm 300 Krebs vndt Forellen fangen Müssen [SpeyHochst. 811]. —
b. 'eine Anstellung geben' [allg.]. —
4. etwas a. 'ins Werk setzen', gew. Unerlaubtes, Schlimmes. Er hot eppes aangestellt [allg.]; de Deiwel 'etwas sehr Schlimmes' a. [BZ-Pleisw, verbr.]. Der hot'r e Kind aangestellt 'hat sie geschwängert' [ KU-Bedb RO-Dielkch]. Ich stell der aach emool was aan, 'tue dir auch einmal einen Gefallen', scherzhaft [ BZ-Annw GH-Steinw]. Wie geht's? Wie mer's aanstellt [ LU-Opp]. Alles mihlige 'Mögliche' hot er a(n)geschtellt for denne klaane Pälzer se dichtere 'zu beruhigen' [Kühn Palz 92]. Nass. 47. —
5. sich a.
a. gegenst. 'sich in die Reihe stellen' [allg.]. —
b. übertr. 'sich in einer Tätigkeit zeigen'; sich faul, dumm, geschickt a. [allg.]; vgl. PfWB anschicken 2. RA.: Er stellt sich aan wie die Hinkel zum Brunse [ KB-Bischh], ...wie die Katz zum Haarjroppe, von einem Ungeschickten gesagt [ Don Gal Buch]. —
6. intrans. 'arg klagen, weinen, verzweifelt tun'. Die hot aang(e)stellt! [GH-Kand, verbr.]. — RhWB Rhein. VIII 623; LothWB Lothr. 11; ElsWB Els. II 588/89.; Bad. I 62; Nass. 47.