Amme, Ammen-basef.: 'Hebamme', Amm [vorn. WPf, zur Verbr. s. K. 12]. Das Wort erscheint zumeist in räumlicher Nachbarschaft mit Bas oder in Verbindung mit diesem: Amm(e)bas, seltener Basamm, dgl. auch in Hewamm und Hewammebas. Die pfälzischen Formen entsprechen denen der benachbarten Gebiete. Galizien hat vorn. Hewamm, seltener Amm; Penns hat Waartfraa [Horne 331, Lambert 174]. — Syn.: PfWB Ammerichsin, PfWB Basamme, PfWB Base, PfWB Femme, PfWB Hebamme, PfWB Hebammenbase, PfWB Madam, PfWB Puppenbase, PfWB Storchentante, PfWB Tante, PfWB Wartefrau. Die Amm (Ammbas, Ammebas u. ä.) bringt die kleene Bobbelcher aus einem Brunnen, meist genau bezeichnet, z. B. aus dem Parrbrunne 'Quelle im Pfarrgut' [ KB-Kriegsf], aus dem Bassin in der Hohl oder vom Krummenacker [ KU-Breitb], aus dem Weiher in der Winterhöll zwischen Kusel und Etschberg [ KU-Blaub], aus dem Appbrunnen [ZW-Stamb], aus dem Schwarzbach [ KL-Bruchmühlb], aus dem Mühlenweiher oder dem Konradsbrünnchen (bevor dieses eingefaßt wurde) [ KL-Ottb], oder der Storch holt sie und übergibt sie der Amm (Ammebas). [ IB-Hass ZW-Rieschw KL-Ottb]. Die Amme sagt Beerdigungen im Bekanntenkreis des Toten an [ NW-Freinsh]. — Zs.: [Bd. 1, Sp. 202] PfWB Bas-, PfWB Hebamme. — F.: Vorherrschend ḁm; seltener am [vorn. westl. WPf mittl. VPf]; bez. -bās, -bs in der Zs. s. PfWB Base. Deminutivformen: aməbsjə [ RO-Bistschd KB-Morschh Mörsf Stett Orb], aməbēsl [ PS-Kröpp Hilst]. — Zur Etymologie von Amme s. Kluge-Mitzka17. Ammebas (-bäsche, -bäsel) ist ein Wort der Kindersprache, in der Amme (auch Hebamme) mit Base, der Bezeichnung für jede ältere Frau, verbunden wurde. An manchen Orten hat Bas ganz die Stelle von Amme oder Hebamme übernommen; vgl. PfWB Storchentante und PfWB Tante als jüngste Bezeichnungen der Hebamme. — RhWB Rhein. I 165; Bad. I 41; Nass. 43. | | Ammenbase s. PfWB Amme. |
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