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 PfWB als (Bd. 1, Sp. 176)   ElsWB aˡs (Bd. 1, Sp. 72a) 
   als2
I. Adv. (< mhd. also):
1. Bei positiver Vergleichung erscheint als häufiger nur in adverbialen Bestimmungen, im besonderen als Einleitung einer nichtwirklichen Verbindung. So lang asses (als es, dafür auch: wie's) geht [allg.]. So lang as ich Herr im Haus bin, loß ich mer nix enennrerre [ KB-Kriegsf]. a. 1539: also lang, biß die zinß- und gultheber bezahlt werden [PfWeist. I 127 (RO-Bistschd)]. a. 1553: also fern die ... scheffen sitzen und wohnend, also fern wandt der hern gericht [ABlieskst 69]. Oft in Verb. mit wenn (wann): Do laien se, as wann se die Dauwe zammegelese härren [ FR-Tiefth, allg.]. Er macht e Gesicht, as wann er Essich gsoffe hätt [LA-Gommh,

[Bd. 1, Sp. 177]
verbr.]. Morgens kummt er a(n)geschlappt, als wann gar nix wär [Kölsch 24]. 1960 übertrugen die obersten Volksschuljahrgänge als in dem Satze »Er tat so, als hätten sie ihn zum Dreschen bestellt« (Wenkersatz Nr. 20) in 85% aller Fälle mit als, in 11% mit wie wann und in 4% mit als wann. In anderen Verwendungen nach dem Positiv ist wie häufiger als als; oft ist als gekoppelt mit wie: Der is voll A(n)schlä as e Hund voll Fleh [ KB-Kriegsf], meist voll ... wie e ... So aarm as wie e Kerchemaus [Birmelin Penns Gezw. 33]. Sie lewen as wie Hund un Katz [verbr.]. a. 1344: ritter alse ritter, vnde knecht alse knecht (beherbergen) [Ottbg Urkb. 426]. a. 1501: so soll er auch niszen wald, wasser und weid als ein ander gemeinsman [Grimm Weist. V 591 (SP-Schiffstdt)]. Ebenso auch nach nichts: Nix als wie druf! [allg.]. Nix als wie lauter derre, lange Forlestange [Münch Weltgesch. 80]. SprW.: Umsunscht is nix as wie de Dod [allg.]. —
2. Bei Ungleichheit der Komponenten ist als häufiger als wie; in echter mundartlicher Ausdrucksweise ist als nicht selten mit wie verbunden: Er is greßer as (als) du, wie du, as (als) wie du [allg.]. Des iss besser as sell [Danner Penns 190]. a. 1319: daz der nit me zinse danne alse do vorgeschrieben stat [Ottbg Urkb. 325]. RA.: Das is meh as Gottes Wille [ Don-Schowe Torscha]. SprW.: Besser e Laus im Kraut as gar kään Fleisch [verbr.]. Besser schlecht gefahr(e) als gut geloff(e) [verbr., auch Penns Don Gal Buch]. VR.: Heia, bopeia, schlof liewer as du! Un wer mer 's net glääwe will, schau mer mol zu [ BZ-Dernb]. Im Wenkersatz 15 »Du darfst früher nach Hause gehen als die anderen« setzten 1960 die obersten Volksschuljahrgänge für als in den westpfälz. Kreisen, ausgenommen KB, in 63% aller Fälle wie, in der Vorderpfalz, ausgenommen LU u. NW, in 54,7% aller Fälle als (as); selten (knapp 1' erscheint als wie. Das westpfälz. KB hat deutlich mehr als (70', die vorderpfälz. Kreise LU u. NW bevorzugen wie (55,7'. Damit wird 1960 das Ergebnis der Übertragung der Wenkersätze von 1887, vgl. Karte 116 in DSA, bestätigt. —
II. Das konjunktionale (temporale) als ist von der mittleren und älteren Generation kaum zu hören. Es heißt: Wie ich kumm(e) bin, ... Bei den Kindern scheint als auch hier im Vordringen zu sein. Im Wenkersatz Nr. 24 »Als wir gestern abend zurückkamen ...« wurde als von 36% aller Kinder der letzten Volksschuljahrgänge mit als, von 64% mit wie wiedergegeben; doch wirkt hier das als der schriftsprachlichen Vorlage nach. a. 1305: an vnser Frauwen dage, alse sie geborn wart [OttbgUrkb. 267]. — Über as = PfWB daß s. d. — F.: Älteste Generation fast nur as, ḁs. Die jüngere Mundartform als (zur Qualität von a s. PfWB als1) setzt sich seit 1914 mehr und mehr durch.

[Bd. 1, Sp. 178]
RhWB Rhein. I 127; Saarbr. 5; LothWB Lothr. 15; ElsWB Els. I 72; Bad. I 35.

 

  aˡs [às Steinbr. Lutterb. Dü. M. K. Z. Dehli.] 1. als bei Vergleichen: er is so ful aˡs e Hund Hf. So lang aˡs es geʰt Steinbr. Er macht (benimmt sich) aˡs wie wënn er noch nix eso gsëʰⁿ hätt Dü. Er het s (hält es) aˡs wie d Judeⁿ Hf. Bisch in s verliebt ass wie e Durdeldiwelskidder’ Pfm. I 8. Nach Comparativ: ich bin grösser aˡs du Dü. [às we tý Wh.] Bei Ausnahmen (ironisch): Das weⁱss Niemand aˡs de Kircheⁿlüt un de Märklüt Jedermann Dehli. Vgl. ‘Die Mannslytt sinn eso, si redde nix als Laoue’ Pfm. I 2. (Das temporale ‘als’

[Bd. 1, Sp. 72b]
wird durch wo (wü K. Z.) wieder gegeben: wo iʰ noch jünger gsiⁿ biⁿ Dü.) 2. Zusatz zu Zeit-, Mass- und Zahlbestimmungen: Er kummt aˡs morn; [ər e ə myol às trei (dreimal) tyo ks M.] — Schweiz. 1, 197.