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 PfWB Ahle (Bd. 1, Sp. 148)   PfWB Pfrieme (Bd. 1, Sp. 871) 
   Ahle f.: 'Schusterahle'. Zur Verbr. s. K. 9. Die Karte 'Pfrieme' in DWA II (1939) läßt ein stärkeres Überwiegen von Ahl erkennen, indem sie die Ostpfalz in größerer Breite als Ahl-Gebiet und den verbleibenden Westteil der Pfalz als Mischgebiet mit Seil und Ahl ausweist. Diese Diskrepanz findet wenigstens teilweise ihre Erklärung in dem Vordringen des durch die Schriftsprache gestützten Ahl. Zum Teil mag sich bei diesem Wort auch die größere

[Bd. 1, Sp. 149]

[Bd. 1, Sp. 151]
Belegdichte des DWA bemerkbar machen. Dem Pennsylvanischen fehlt das Wort, nach Horne Penns und Lambert Penns zu urteilen, die nur Seil verzeichnen. Da aber das Pennsylvaniapfälzische vorwiegend durch das Südvorderpfälzische bestimmt ist (vgl. auch F. bei aber), so kann mit einiger Sicherheit angenommen werden, daß Ahl im Pfälzischen, älteres Seil verdrängend, überhaupt erst in jüngerer Zeit aufgekommen ist und die im Südvorderpfälzischen selten vorkommenden Seil und Saul als Reliktformen anzusehen sind. Gut verträgt sich damit das Fehlen von Ahl bei den Galizienpfälzern. Syn.: PfWB Pfrieme, PfWB Bimbo, PfWB Pinnert, PfWB Ort, PfWB Seil, Stocher. Mancherorts, z. B. in ZW-Gr'bundb, wird zwischen Ahl als der geraden und Seil als der gebogenen Schusterahle unterschieden. — F.: l Pl. lə [VPf], āl Pl. ālə [verbr. WPf], ōl Pl. ōle [ KU-A'glan HB-Einöd RO-Dielkch FR-Studh LA-O'hochstdt]. — Zur Etymologie s. Kluge-Mitzka17. — RhWB Rhein. I 81; LothWB Lothr. 393 (Ol); ElsWB Els. I 28 (Al, Ol); Bad. I 27.

 

  Pfrieme 'Besenginster' s. PfWB Brimme.