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| PfWB Agen (Bd. 1, Sp. 143) | PfWB Ge-süd (Bd. 3, Sp. 277) | PfWB Flitche (Bd. 2, Sp. 1461) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
1. 'Ährenstachel, Granne', bes. 'Gersten- und Roggengranne', zur Verbr. s. K. 8. Ahn (ān, n) [östl. NPf nördl. VPf Pirmas verbr. Gal], Ann (an) [ FR-Mörsch], Ohn(ōn) [verbr. westl. NPf Gal Don], Ähn (n) [südl. VPf KU-Albess ZW-Ixh Nd'aub], Ahnele u. Ähnele [ BZ-Hofstätt], Achel (axl, ḁxl) [verbr. mittl. VPf Frankth GH-Erlb Mindlach Jockgr Wörth], Ächel(ęχl) [ LA-Venn], Aggel (agl, aγl) [ LA-Altd], Aigl (aigl?) [ NW-Esth Ellstdt], Ähl (l) [ BZ-Steinf Schweigh], ajjel u. achel [Lambert Penns 11]; in FR-Albsh galt 1931 für 'Gerstengrannen' zur Unterscheidung von Roggen- und Weizengrannen Achelahne, vgl. PfWB Achelagen. RhWB Rhein. I 78 (Agen); ElsWB Els. I 20 (Agele); Bad. I 26 (Agen). — 2. (nur Pl.) 'Spreu', bes. Gersten- u. Roggenspreu, [Bd. 1, Sp. 144] Ahne (ānə, nə) [verbr. NPf nördl. VPf], Ohne (ōnə) [ KU-Nußb], Ähne (nə) [südl. VPf (südl. Linie NW-Lach—GH-Schwegh) Rußl-Spey Rastatt PfId. 11], Ähnle (nlə) [ BZ-Hofstätt], Aggele (agələ) [verbr. LU NW-Wachh Haßl], Achele (axələ ḁxələ) [verbr. mittl. u. südl. VPf], Ähle (lə) [verbr. südl. BZ]; vgl. auch PfWB Spreu. VR.: Mahl, Mühl, mahl die Kerne vun de Schal, die Ähne vun de Kern; die Gure vun de Schlechte, die Letze vun de Rechte, not gitt sich erscht e Er'n [JKurpf. 1928]. An manchen Orten gelten mehrere Benennungen für Spreu, je nach Fruchtart; vgl. Bertram 166/67. — 3. (nur Pl.) 'die beim Brechen abfallenden Stengelteile des Hanfes und Flachses' [KU-Kaulb ZW-O'hs RO-Lettw KL-Hirschhn PfId.]. »Achlen, das Grobe, Strohartige, was bey dem Hanf-, Flachs- oder Werkspinnen abfällt« [Journ. 4. Jg. (1787), 7.-12. Stück S. 211]. »Am Abend nach dem Brechen der Hanfstengel sammeln die Buben und Mädchen die fußhoch neben der Brechkaut liegenden 'Ahnen' und 'Spreisel', türmen sie in vielen Häufchen zu Pyramiden auf und zünden sie an« [Wilde 90 für NPf]. — 4. (nur Pl.) 'stachelige Hülse von Waldfrüchten, bes. von Bucheckern und Kastanien', Achele [verbr. mittl. u. südl. VPf]. — 5. 'Fischgräte', Achel [ NW-Elmst]. — 6. 'Bienenstachel', Achel [ BZ-Sarnst]. — 7. 'bösartige Frau'. Es is e aldi Achel [ NW-Lambr]. — Zs.: PfWB Achel-, PfWB Brech-, PfWB Gerstenagen, Kastanienachel (Kästenachel). — F.: Die Formen ān, n und umgelautet n sind durch Schwund von g aus *agen (vgl. mhd. agen) und Dehnung des Stammselbstlautes hervorgegangen, agl, axl, aigl, l sind wohl das Ergebnis der Kreuzung von *agen bzw. *axen, *ajen, ān mit aŋəl 'Stachel' (s. PfWB Angel), indem sich die Stammsilbe von *axən usw. mit der Endsilbe von aŋəl verband. Das Zusammenrücken der zwei Wörter war schon deshalb leicht möglich, weil sie sich in der Bedeutung nahestehen (beide meinen etwas Spitzes, Stacheliges). Gefördert wurde diese Kontamination möglicherweise durch den Umstand, daß in ihrem Geltungsbereich (mittl. VPf) die Verkleinerungssilbe -el (wie in Mädel 'Mädchen' Biwel 'Bübchen' u. a.) herrschend ist. Dabei trat in mehreren Orten das eine Wort gänzlich an die Stelle des andern, übernahm also Achel auch die Bedeutung von Angel 'Stachel' (s. oben 6.) und Angel (im Pl. Angele) gleicherweise die Bedeutung von Achele 'Spreu' (s. PfWB Angel). — RhWB Rhein. I 78; Bad. I 26.
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| 1. 'Vogelflügel', die Flitch (flidχ), Pl. Flitche [ KU-Hefw Obw/Tiefb Wolfst Rutsw/L Kreimb Kaulb Hundh Obw/T Mühlb KL-Niedkch Mehlb Olsbr Hirschhn], de Flitch, Pl. Flitche [ KB-Weitw LU-Limbghf], de Flitche, Pl. Flitcher [ KL-Morb Gal-Josbg], vgl. K. 134. Zs. PfWB Hünkelsflitch. Syn. s. PfWB Flitte 1 a. Die Gans läßt die Flitche hänge [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]. Die Gluck hutcht die Hingelcher unner de Flitcher [ Gal-Josbg]. — 2. 'leichtes, minderwertiges Kleid', vgl. PfWB Flitsch1 2 a; e abgeschabt Flitchelche [ KU-Diedk]; am Flitch verwische [Rech Lore 16].
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