Achel-butz s. PfWB Achelputz; | | tuchent, tuchet, f., federbett, deckbett; in der Steiermark auch in der form tucket, 'sie besteht aus dem sog. federrit (federsack aus gradelstoff) und dem spiegel oder überzug aus leinwand oder geblumtem feinerem stoffe; verkl. duchetel (n.)' Unger-Khull steir. 180a; tuchet ein federbett, obertuchet deckbett, oberbett, untertuchet unterbett Nicolai reise (1783) 5, beil. 138; ein im bair.-österr. (nicht in Tirol) gebräuchliches wort; seine etymologische herkunft ist unsicher, die naheliegende vermutung eines zusammenhanges mit tuch verbietet die verschiedenheit des stammvokals (u und uo) in den dialekten: duchet Schmeller-Fr. 1, 490 neben tuech; duchat Castelli österr. 117 neben duach; tuch nt Lexer Kärnten 74 neben tuoch, tuach. Berneker slav. etym. wb. 1, 234 nimmt entlehnung aus dem tschechischen an (dim. duchenka zu duchna; poln. duchna groszes federbett), während Kretschmer wortgeogr. 165 sie aus wortgeogr. u. historischen gründen für unwahrscheinlich hält. die frühesten belege stammen aus dem 17. jh.: 3 madratzen-houpt-pölster, 1 duchet, 1 alter tebbich (Göttweiger inventarverzeichnis v. 1610) qu. z. gesch. d. st. Wien I 5, 190; ain kleines reisspettl, darinnen 1 federpett 1 tuchet 2 haubtbolster 1 par leylach. — 9 duchent mit parcheten ziechen (in einem klosterinventar a. d. j. 1633) Lexer Kärnten 74; der leib wird zum unterbett den schaben, zum duchet die würm haben leichenrede v. 1701 (Regensburg) in: zs. f. dt. philol. 17, 230; (er) löschte das licht aus, zog die tuchet ... mit groszer mühe hinauf J. F. Castelli memoiren 1, 64 Bindtner; eine dünne wollendecke, im winter zwei, aber keine widerliche und ungesunde tuchend Rosegger schr. III 5, 243; Kaiser that eine duchent und zwei deken auf mich Stifter w. 20 (1925) 143; aber gelähmt sank er wieder zurück und verwühlte sich unter die tuchent qu. v. j. 1923; ich hab ... die tuchent aufgschnitten, die federwoll ausgebeutelt Schlossar dt. volksschausp. 2, 220. bildlich: waisz aber wol, ... dasz die Frantzosn mit euck under einer tuchent liegen Schwabe volleingesch. tintenfässl (1745) 16. — dazu: tuchentzipfel, m.: ihr hatte geträumt, der Peter kauere an ihrem bettfusz, den tuchentzipfel über sein verzerrtes gesicht qu. v. j. 1930. |
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