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| PfWB ab-ziehen (Bd. 1, Sp. 115) | PfWB ab-gewinnen (Bd. 1, Sp. 35) | PfWB pritsch (Bd. 1, Sp. 1232) | |||||||||||||||||||||||||
I. trans. 1. etwas a. a. etwas von etwas anderem, von einem weg-, herunterziehen. α. 'm Has 's Fell abziehe 'den Hasen enthäuten' [allg.]; vgl. PfWB abbalgen, PfWB -decken, PfWB -puffen, PfWB -strüpfen. Saftlösereim: Peifche viehfahn! Zieh de Katz ehr Haut ab! Über un üwer Schwanz, Bleibt main Peifche immer ganz [FR-N'leinig (Wilde 258)]. RA.: Em's Fell (die Kutt, 's Lerre 'Leder') a. (auch: ... iwwer die Ohre ziehe) 'einen zu hohen Preis verlangen' [verbr.]. — β. die Kapp, de Hut a. 'als Zeichen des Grußes, der Ehrerbietung die Kappe, den Hut abnehmen' [allg.]; vgl. PfWB abnehmen I 1 a. RA.: Vor dem zieh ich kä Kapp meh ab, Ausdruck der Verachtung [verbr.]. — γ. Mischt a. 'mit dem Mistkrapfen Dünger vom Wagen herunterziehen' [ HB-Brenschb Gers]. — δ. Wei(n), Moscht a. 'abfließen lassen' [VPf]; e Schoppe (oder kurz ene) a. 'einen Schoppen trinken' [ KU-Wahnwg Breitb RO-Als]. Syn. s. PfWB trinken. — ε. die Hand von einem a. 'ihm die bisher gewährte Gunst entziehen', nach dem Schd. Er hot sei Hand vunnem abgezo(che) [allg.]. — ζ. 'subtrahieren'. Do musch(d)e noch drei Mark abziehe(n) [allg.]. — b. die Haajfuhr a. 'abrechen' [ RO-Schiersf]; 's Messer a. 'durch Ziehen auf einem Stahl, Wetzstein oder Streichriemen fein nachschleifen' [allg.]; vgl. PfWB abschleifen 1. — c. de(n) Hahne (Hohn) a. 'den Schuß lösen' [allg.]. a. 1597: Aber wan ihnen erlaubt ... abzuzigen, so sollen sie die hocken 'Hakenbüchse' inß felt vnschedlich abschissen [SpeyKrM A. 636]. — d. 'durch einen Ort, eine Gegend ziehen'. a. 1563/64: ... bin ich Tilemannus Stella ... aus Zweybrücken geritten, in obgemelte Ämpter, dieselbigen abzuziehen, zu besichtigen vnd zu beschreiben [ZweibrKirkBeschr.]. — 2. einen a. 'verhauen'; auch: eni (oder: e paar) a. 'herunterhauen' [verbr. bes. WPf]; nach Otterstetter 223 in Pirmas in den gehobenen Berufen vorherrschend. Syn. s. PfWB verhauen. Heit zieh'n mer eich awwer ab 'besiegen wir euch', Knabenspr. [Kaislt, verbr.]. — II. intrans. 1. persönl. 'sich entfernen'. a. milit. 'abmarschieren'. Do han se (die Bauern) endlich Schluß gemacht Un sin e halwi Stunn deno Im diefschte Friede abgezo [Münch Weltgesch. 138]. — b. spöttisch in Wendungen wie Er is mit langer Nas abgezo(che) 'hat sich beschämt entfernt' [verbr.]. Syn. s. PfWB weggehen. — 2. sachl. 's Wasser [Bd. 1, Sp. 116] zieht ab 'verläuft sich allmählich' [verbr.]. — ElsWB Els. II 897; Bad. I 21.
| 1. 'im Spiel abnehmen'. Ich hannem 'habe ihm' zehn Mark abgewunn(e) [allg.]. Syn., bes. für 'Klicker abgewinnen': PfWB abdrehen, PfWB -frickeln, PfWB -klickern, PfWB -knäckern, PfWB -knäubeln, PfWB -knippen, PfWB -knöpfen, PfWB -lötzeln, PfWB -lotzen, PfWB -lümpeln, PfWB -mausen, PfWB -pitschen, [Bd. 1, Sp. 36] PfWB -pritschen, PfWB -säckeln, PfWB -scheren, PfWB -stoßen, PfWB -stratzen, PfWB -strenzen, PfWB -strossen, PfWB -trudeln; für 'im Spiel alles (alle Klicker) abnehmen' erscheinen in Verb. mit dem personalen Akk. (meist in der Perfektform, z. B. Mer hannen abgesäckelt, gepritscht, blott gemach u. entspr.) oder in passiver Wendung den Zustand bezeichnend (z. B. Der is abgesäckelt, is gepritscht, is blott gemach u. entspr.): PfWB abbinden, PfWB -flohen, PfWB -lausen, PfWB -machen, PfWB -mausen, PfWB -pritschen, PfWB -säckeln, PfWB -stratzen, PfWB -tun, PfWB ausduddern, PfWB -melken, -neckeln, PfWB -säckeln, PfWB -ziehen, PfWB beuteln, plundern, PfWB bluttern, PfWB pritschen, PfWB putzen, PfWB flohen, PfWB fracken, PfWB haaren, PfWB lausen, PfWB laxen, PfWB luchsen, lümpeln, PfWB rupfen, PfWB säckeln, PfWB scheren, PfWB schlauchen, PfWB schnackeln, PfWB strenzen, PfWB strüpfen, PfWB strossen, PfWB versäckeln, PfWB papp machen, beet machen, blutt machen, pritsch machen, flügge machen, säcklicht machen. — 2. 's Neijohr abgewinne '(einem) mit dem Neujahrswunsch zuvorkommen' [verbr.]; vgl. PfWB abfangen 2 b, PfWB abwünschen. Wer dem andern das Neujahr abgewann, hatte einen Schoppen Wein gewonnen [BZ-Dernb (1930)]. Bad. I 8; Schwäb. I 29.
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