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 PfWB ab-wenden (Bd. 1, Sp. 111)   PfWB An-wende (Bd. 1, Sp. 298) 
   ab-wenden schw.:
1.
a. den Pflug a. 'die Verstellvorrichtung am Vorderpflug so einstellen, daß der Pflug einen schmäleren Streifen abpflügt', abwenne [verbr.], dasselbe wie PfWB abschultern; das Gegenteil davon: anwenden.
b. absol. 'beim Pflügen in der Mitte des Ackers wenden', abwenne [ FR-Tiefth]. —
2. sich a., nach dem Schd., gegenst. u. übertr., sich abwenne [verbr.]; vgl. PfWB abdrehen III, PfWB -kehren 1.

 

   An-wende f.:
1. = PfWB Angewanne 1 (Pflugwende), vgl. K. 14 bei Angewanne. Aanwenn (ān-, nwęn) [IB-Schnapp Rohrb KU-W'mohr RO-Schweisw PS-Dahn u. Umg. NW-Wachh Forst LA-Wollmh], Aanwend (nwęnd) [ PS-Hintwdth Busbg], Aanwinn (ānwin) [ ZW-Lambsbn], (nwin) [ BZ-Wilgws BZ-Gossw Stein]. Bei Auslandspfälzern selten: Aanwenn [ Don-Lenauh], Oonwenn [ Gal-Uhersko]. —
2.
a. 'Grenze, Grenzstreifen'. a. 1421: von der anwende ahn, als den staden ab [PfWeist. I 134 (IB-Blieskst)]. a. 1490: die anwende, die da gelegen ist zuschen Ernßwiller vnd Einodt [Zweibr Urkb. 99]. a. 1547 (Abschr. Ende 16. Jh.): Nun dieselbig anwendt außen biß vber die Straß [ZweibrOA Bannb. (HB-N'bexb)]. a. 1698: bis zu der Buch, die da stehet an einer Anwänden [Lgb. 33 a]. —
b. FlN. a. 1482: wiesen vnd ecker jn der anwen aneyngelegen [LandsbgZb. Bl. 7]. a. 1504: den rech vnd den wegen vß biß vff die Kurtz anwende [PfWeist. I 488 (IB-Bebh)]. —
3. 'Verstellvorrichtung am Vorderpflug zum An- und Abwenden' (s. PfWB anwenden 3, PfWB abwenden 1), Aanwinn [ RO-Als]; auch PfWB Anwendeisen, PfWB Anwender, meist aber Wendeisen genannt. — Das Wort kann in Bed. 1, 2 a u. b als Substantivierung von anwenden 2 'angrenzen' aufgefaßt oder aber nach Schwäb. I 283 mit Berücksichtigung von an- im Sinne von 'anstoßen', 'den Pflug wenden' (Schweiz. II 1498) hergeleitet werden. — DWB DWb. I 518.