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| PfWB ab-tun (Bd. 1, Sp. 108) | PfWB ab-schmieren (Bd. 1, Sp. 84) | |||||||||||
1. 'abnehmen'; die Kapp abdun (abdun) 'vom Kopfe nehmen' [ KU-Bedb FR-Bockh Gal-Dornf]; vgl. PfWB abnehmen I 1 a. 's Obs a. 'abpflücken' [ KU-Bedb Hundh LU-Opp]; vgl. PfWB abmachen I 1 c. — 2. einen a. a. 'im Spiel besiegen' [verbr. KU]. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. — b. 'prügeln' [ KU-Albess IB-Bliesmg/Bolch ZW-Ixh KL-Wörsb]. Syn. s. PfWB verhauen. — c. 'töten'; e Sau a. [RO-Messbhf (bis etwa 1900) Schandein Sprachsch. 1 LA-Venn Kühn Hamet S. 76]. a. 1444: wan man swin abe dut [Zweibr I Nr. 451 Bl. 36 r]. Vom Menschen 'hinrichten'. a. 1563: So man den folgends armen mann peinlich verrechten und abthun will [PfWeist. I 89 (FR-Beindh)]. — 3. etwas a. a. 'beseitigen'. a. 1539: den heyssen sie das abethun [PfWeist. I 327 (LA-Edk)]. — b. 'vertun'. 14. Jh.(?): do soll der meinster gut vor sin, ob der knecht das gelt abdete oder hinwecklieff [PfWeist. 236 (NW-Deidh)]. — c. 'durch Brauchen vertreiben', z. B. das Magenfieber [Feierowend 1952 Nr. 11 S. 4]. — d. Des musche abdu 'vergessen' [Kaislt]. — e. '(einen Fehler, eine schlechte Angewohnheit) ablegen'. Er hot's abgeduh [Penns Deitsch Eck 22. 3. 1941]; vgl. PfWB ablegen 1. — f. 'vollbringen', meist verneinend. Das is mit dem net abgedu [allg.]. — g. 'abschaffen, aufheben', von Gesetzen, Bräuchen. a. 1564: Zum fünfften sollen alle Johannisfeuer (dieweil es ein haidenisch werck) auch das Nachtzeren so bei denselbigen Feueren biß hieher angestellt worden, hiemit abgethan sein ... [Polizeiordnung des Rates der Stadt Landau, nach Schandein Bav. IV, 2 S. 360]. — LothWB Lothr. I 1; Bad. I 20.
| 1. die Ufgab abschmiere [VPf], -schmeere [NPf WPf] 'Hausübungen abschreiben', mehr verächtlich, Schülerspr. [allg.]. Syn. s. PfWB abschreiben. — 2. 'tüchtig prügeln'; en(e) a., auch: de Buckel a. [allg., ohne pfälz. Auswanderer des 18. Jahrhunderts, die das Wort in dieser Bedeutung ohne ab- gebrauchen]. Er hat 'n hauptmännisch abgeschmeert [verbr. westl. WPf]. VR.: Ho, ho, ho! Der Küwelmann is do! Er schreit das Gäßlein auf und ab: Ihr Weiwer kaaft mer Küwel ab, sunscht schmeer ich eich de Buckel ab! [Feierowend 1950 Nr. 5 S. 2]. a. 1577: wan Ime der hirt noch ein mahl erscheine, wolle Ine noch einmahl abschmieren [StArch. Saarbrücken, Gerichtsprotokoll S. 88]. Diese Bed. erklärt sich nach Kluge-Mitzka17 aus dem schlagenden Auftragen von Schmiermitteln, vgl. PfWB wichsen. Syn. s. PfWB verhauen. Die Syn. mit absind im neueren Pfälzisch sehr beliebt, vgl.: PfWB abbalgen, PfWB -biegen 1, PfWB -binden 1 b, PfWB -bleien 4, PfWB -bleuen, PfWB -boßen 1 b, PfWB -dachteln, PfWB -drehen I 3, PfWB -dreschen 2, PfWB -dudeln 2, PfWB -dulfen, [Bd. 1, Sp. 85] PfWB -filzen 2, PfWB -fitzen, PfWB -flappchen, PfWB -flatschen, PfWB -flohen 3, PfWB -fludern, PfWB -flügeln, PfWB -füttern 3, PfWB -karbatschen, PfWB -kehren 2, PfWB -klabastern 1, PfWB -ledern, PfWB -meißeln 2, PfWB -pritschen 1, PfWB -rahmen 2 b, PfWB -reiben 5, PfWB -reiteln, PfWB -scheren 3, PfWB -schlagen I 2 a, PfWB -schnetzen, PfWB -schöpfen, PfWB -schwarten 2, PfWB -senkeln 2, PfWB -sohlen, -spekken 2, PfWB -streichen 2, PfWB -strüpfen 2, PfWB -trückeln 3, PfWB -trudeln 4, PfWB -tun 2 b, PfWB -veiolen, PfWB -wackeln, PfWB -walken, PfWB -weichen, PfWB -wickeln 2, PfWB -wischen 1 a, PfWB -ziehen I 2; vgl. auch PfWB abfallen, PfWB -fangen, PfWB -fassen 5, PfWB -geben 1 d, PfWB -setzen. — RhWB Rhein. VII 1492; ElsWB Els. II 486; Bad. I 16; Nass. 35.
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