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 PfWB ab-trinken (Bd. 1, Sp. 106)   PfWB ver-schießen (Bd. 2, Sp. 1258) 
  ab-trinken st.:
1. 'von oben wegtrinken', bes. von einem zum Überlaufen gefüllten Gefäß, vor dem Hochheben. Trink mol ab! [allg.]. —
2. Ich geh mol enne(r) a. 'ein Glas Bier oder Wein leeren' [Kaislt KL-Semb]; vgl. PfWB abbeißen 1, PfWB -heben I 1 e, PfWB -schießen 1 c α, PfWB -ziehen I 1 a δ. Syn. s. PfWB trinken. a. 1794: ein ohm wein haben sie mir gewalthödiger weis abgedrunken [PfM 1884 S. 5 (NW-Lambr)]. — DWB DWb. I 144.

 

   ver-schießen st.:
1. 'durch Schießen verbrauchen', ve(r)schieße [allg.]; die Peil (Pfeile) v. [verbr.]. RA.: Er hot sein Pulver schun verschosse 'hat nichts mehr vorzubringen' [Neustdt, verbr.]. Der hat in de junge Johr sein Pulwer verschoss, jetzt bringt er nix (kää Kind) mehr ferdich [ KL-Reichb]. —
2. 'danebenschießen'; e Elfmeter v., umgspr. [verbr.]. —
3. 'sprengen'. Jetzt is die Aarwet im Stääbruch leichter wie frieher, jetzt werd jo alles verschoss [ KU-Rammb]. Hierher gehört wohl auch der VR.: Schneck, Schneck, streck dein lange Ohre raus! Es kummen

[Bd. 2, Sp. 1259]
zwee mit Spieße, die wollen dein Häusel verschieße. Es kummen zwee mit Stange und wollen mein Schneckl fange [Heeger Tiere II 24]. —
4. a. 1667: 1 silberne Medaille Neustadt zu verschießen gegeben 'durch Schießen als Kampfpreis gewinnen lassen' [Dochnahl 152]. —
5. 'durch Lichteinwirkung verblassen, an Farbe verlieren'. 's Klääd is verschoss [RO-Odh, verbr.]. Die Farb is v. [ KU-Erdb]. Syn.: PfWB abschießen 2, PfWB ausbleichen, PfWB verblassen, PfWB verbleichen, PfWB verfärben 2, PfWB verscheinen 1. —
6. adj. Part. Perf. 'verliebt', ve(r)schoss [verbr. WPf NPf], -schosse [verbr. VPf]; vgl. PfWB verlieben. Er is ganz verschoss [HB-Nd'bexb, verbr.]. Er is in se v. [ZW-Battw, verbr.]; verschosse uf se [ KB-Albh]. Ich war in Millers Annekätt bis in die Hoor verschosse [Müller Luscht un Lewe 55]. — Südhess. II 605; RhWB Rhein. VII 1110/11; LothWB Lothr. 151; ElsWB Els. II 440; Bad. II 101/02.