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 PfWB ab-streifen (Bd. 1, Sp. 100)   RhWB streifen II (Bd. 8, Sp. 821) 
  ab-streifen schw.: wie schd.; die nasse Strimp abstreefe [verbr. WPf VPf], -straafe [verbr. NPf]; vgl. PfWB abstrüpfen 1. Rhein. VIII 821; Bad. I 19.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB streifen II Rhfrk, Mosfrk (in beiden Geb. als Lehnwort aus dem Nhd. empfunden), Rip, Berg, SNfrk wie Streifen, also -aif- [-ī-, –ē-, –ę-], -ęif-, –eif-, –ī-, -īp- [Mettm-Kronenbg -ēp-] (NBerg, SNfrk jətript); Dinsl -ip-; Mörs, Geld -īp-, –i-; doch hat letztes Geb. wie das übrige Klevld auch sträupen; s. auch straffen, sträffen, ströppen schw. [Eusk, Rheinb Part. jətrefə]: 1. trans. a. etwas, einen str.; de Kugel hat en am Bän gestreift Rhfrk, Allg. (Rhfrk, Mosfrk aus der Militärspr., wie auch Streifschuss); mem Wagen de Zong (Zaun) str. Rip, Nfrk (s. o.); gestrippt Tüg (Zeug, Stoff); de Blumen send g. NBerg, Rip, Nfrk (s. o.); gestripte Knüppeln Grubenholz, dem die Rinde in Str. abgeschält ist Gummb; Fassdauben str., falzen uMos. RA.: Hei süht us as en gestripete Mus nass u. zerzaust Gummb-Lantenb. Et güt sonne un sonne, punktierte un gestripte gute u. schlechte Menschen Remschd. — b. absol. (im Scherz) lügen, aufschneiden; der stript; dä hät gestern Ovend wat gestript Gummb, Waldbr, Wippf, MülhRh, Sieg-Fussh Ruppichteroth; he strip et drückt sich absichtlich an der Wahrheit vorbei Gummb-Bergneustdt. — c. sich str. α. sich an etwas, an einem str., nahe berühren Rip, Nfrk. — β. sich an etwas str., Anstoss nehmen; sich an enge (einem) str. Händel mit ihm suchen Aach. — γ. sich an etwas str., sich an etwas heranmachen; sich bemühen, es zu erwerben; e hät sich an dem Hus gestreffe MüEif, LRip. — δ. sich derweərstr. widersprechen Kemp-Dornbusch. — 2. intrans. a. dat Tüg strippt bildet Streifen, ist ungleich gewebt oder gefärbt Elbf; de Froch stripp es zeigen sich beim Aufgehen der Saat Streifen Mörs-Friemersh. — b.α. erömstr. umherstrolchen. — β. dat es em noch ens derlangsgestrif, langs de Nas gestr. missglückt Ripk, Nfrk. — γ. Bahn strifster! Zuruf beim Klickersp., der es dem Rufer erlaubt, im Bogen um den Klicker des Gegners herumzugehen Grevbr. — Abl.: die Striferei, dat Gestrif(s), der Strifer (Lügner).