ab-sprießen schw.: 'abstützen'; die Mauer absprieße [verbr. vorn. NPf nördl. u. mittl. VPf]. Näheres s. K. 5 (abstreben). Mancherorts bedeutet absprießen vorn. das fachmännische Abstützen, gehört also mehr der Sprache der Maurer und Zimmerleute an [Krebs 54]. Syn. s. PfWB abstreben. — Zu mhd. spriuʒen 'stützen', Lexer Lexer II 1119, muß ein gleichbedeuten des schwaches Verb *sprieʒen als Faktitivum zu dem stark konjugierenden sprieʒen 'sprießen, emporwachsen', Lexer Lexer II 1116, angenommen werden. Vgl. DWB DWb. X, 2. 75/76 — RhWB Rhein. VIII 429; ElsWB Els. II 561; Bad. I 18. | | PfWB ElsWB streben vereinzelt, in Bed. 2 b geschlossener schw.: 1. -w-, –bt wie nhd., arbeitsam, fleissig sein, [Bd. 8, Sp. 806]
nach etwas str. Nahe; -ęw- Prüm; -ev- Köln-Stdt, Eup-Stdt; -əw- Gummb-Schwarzenbergisch; de streəwt immer hödder (höher) erut, — van hi weg, — nu no der Stell van dem NN. Gummb, Allg. — 2.a. -w-, etwas str., durch einen Strebebalken stützen Nahe, Siegld. — b. -ęw-, –ęv-, sich str., sich sträuben, widerstreben Prüm, Malm; -ēăw- Bitb; -w- Siegld; -ēəw- Gummb-Schwarzenbergisch. — Abl.: die Strewerei, dat Gestref(s). |
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