ab-schnärren schw.: 'schnell weglaufen'. Der is awwer abg(e)schnärrt! [verbr.]. Syn. s. PfWB weglaufen. — Als Faktitiv aus schnarren gebildet; vgl. Schwäb. V 1034. — RhWB Rhein. VII 1556; Bad. I 16/17. | | PfWB LothWB RhWB schnërreⁿ [narə K. Z. Hag. Zinsw. Lobs. Betschd.; nærə Str. Ingw. Wh. Rauw. Altw.] 1. schnellen, sich bes. im [Bd. 2, Sp. 505a]
Kreise schnell bewegen, sausen. Er het e Stang ʰerum geböjeⁿ un het si dªrnoʰ uf eiⁿmol s. loˢˢn Str. Ein Radfahrer schnërrt den Berg hinab Hf. Der is neweⁿ mⁱr ʰⁱnus gschnërrt wü eps Bösˢ od. wü e Dracheⁿ Ingenh. ‘Meecht us derr Hutt nus schnerre’ Str. Wibble Wibble = Strossburjer Wibble (von Karl Bernhard) 1. Bdch. Strassburg 1856. 15. Eineⁿ s. loˢˢn farzen Str. U. Wh. Der losst sⁱe wider s. der sprudelt von Witzen Zinsw. 2. Getreide mit der Schnërr abmähen. Kumm, mⁱr geʰn Hawer s.! Rauw. Altw. 3. schlagen, mit einer gerichtlichen Strafe belegen. Ich bin gschnërrt woreⁿ Ingw. 4. refl. sich irren. Wënn du meⁱns, dis Ding geʰt so furt, ze schnërrs dich awer! Lobs. Wh. 5. abs. am Kirchweihtage das Glücksrad drehen Betschd.; Syn. drilleⁿ. 6. schwatzen. ‘De schnerrsch in einem furt un saasch de Lit Sottise’ Kettner Mais. 45. — Bayer. 2, 580. Zu 4 vgl. Pfalz. |
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