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 PfWB ab-rüsten (Bd. 1, Sp. 71)   PfWB rüsten (Bd. 5, Sp. 668)   PfWB reiteln (Bd. 5, Sp. 493) 
  ab-rüsten schw.: den Wagen a. 'die Ernteleitern herabnehmen und den Wagenkasten aufsetzen' abrischde [ZW-Gr'bundb O'aub PS-Merzalb Thalfrösch Schopp VPf]. Gebräuchlicher ist PfWB ableitern. Zugrunde liegt die Bedeutung 'ein Gerüst abbrechen', vgl. Kluge-Mitzka17. RhWB Rhein. VII 640.

 

   rüsten schw.:
1. 'vorbereiten, bereit halten', rischde [Lambert Penns 125]; de Disch ('s Esse) r. [ LA-Wollmh]. Hoschde schun dein Fahrgeld gerischt? 'abgezählt' [ KU-Schmittw/O]. Die Vechel rischden sich schun (zum Flug nach dem Süden) [ GH-Kand]. Bei der Käsebereitung werd s'erscht 's Keeskar orrer 's Keesreis gerischt un uf en Kiwwel g'stellt [ GH-Nd'lustdt]. RA.: Er hot schun die Fauscht im Sack gerischt 'Er hat sich heimlich auf die Auseinandersetzung vorbereitet' [ BZ-Stein]. a. 1507: wen aber der arm man gerist ist (sein Fuhrwerk fahrbereit ist), so soll deß carstfauts knecht mit ihm gehen vnd weisen, wo er laden soll [PfWeist. 26 (RO-Alsbr)]. —
2. s. die Zs. PfWB ab-, PfWB aufrüsten. — Südhess. IV 1544; RhWB Rhein. VII 639/40; LothWB Lothr. 415; ElsWB Els. II 296.

 

   reiteln schw.:
1. 'die Bindkette des beladenen Wagens mit dem Reitel 1 a spannen', auch: 'den beladenen Wagen mit Bindkette und PfWB Reitel 1 a spannen', räädle [verbr. mittl. u. südl. VPf mancherorts nördl. VPf vereinzelt südl. WPf], räädele [verbr. nördl. VPf vereinzelt mittl. u. südl. VPf NWPf], räddele [ PS-Rodalb], räärele [vereinzelt WPf RO-Bayf KB-Dreis FR-Carlsbg Gr'karlb O'sülz Tiefth NW-Freinsh LA-Mörzh BZ-Dimb], rääerle [ KU-Haschb/G RO-Winnw KL-Frankst KB-Eisbg NW-Dürkh], räärle [vereinzelt WPf FR-Bissh N'lein Saush NW-Hardbg LA-Essing BZ-Bindb GH-Hay], räälele [ LA-Leinsw Roschb], rääele [ ZW-Dietriching KL-

[Bd. 5, Sp. 494]
Drehthhf Trippstdt NW-Ungst GH-Zeisk], rääle [ KU-Eisb Nerzw Rutsw/G HB-Webh PS-Erfw LU-Fußgh LA-Böching Ilbh Nd'hochstdt BZ-Barbr Darst Dernb Dierb Gleisz/Gleishb Nd'ottb Pleisw/O'hf Steinf Völkw Wilgws BZ-Wind], reedele [ IB-Bebh], raadele [ FR-Bobh NW-Ellstdt], raadle [ GH-Wörth], raarele [RO-Sippf KB-Albish FR-Albsh Bockh], raarle [ KU-Adb Bechb Obw/T WD-Bub RO-Münchw], rarrele [ KB-Marnh], raalele [ LU-Altr], raaele [ KU-Kreimb RO-Gundw KL-Niedkch], raale [KU-Rathskch RO-Börrstdt Dörnb Teschmosch PS-Bundth KB-Biedh Gauh Harxh Jakobsw Lauth Marnh Niefh Rams Stauf Zell FR-Colgst Hettldh Kindh Mühlh]; Zs.: PfWB zusammenreiteln; Syn.: PfWB aufbinden 1aδ, -brechen2, -brüchen, -pritschen, -reiteln, -rummen, -rungen, -rüsten 1, -sprenkeln, -sprießen, -wiegen 2, PfWB binden 3dα, PfWB brücken 1, PfWB gurten, PfWB knebeln 2 b, PfWB rummen, PfWB rungen, PfWB spannen, PfWB sprengeln, PfWB sprenkeln, PfWB stellen, PfWB zusammenreiteln; de Waa r. [KB-Albish, verbr.]. Wammer Puhl fährt, muß mer e Faß räärele [ KU-Schmittw/O]. RA.: Ich bin grad wie geräädelt 'wie eingeschnürt', von zu engen Kleidern, nach einer üppigen Mahlzeit [BZ-Dernb, verbr.]. —
2.
a. = PfWB verhauen 1, räädele [ ZW-Bottb]; Abl.: PfWB verreiteln. —
b. s. die Zs. PfWB schnappreiteln. — Südhess. IV 1353/54; RhWB Rhein. VII 285; ElsWB Els. II 235.