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 PfWB ab-rammeln (Bd. 1, Sp. 65)   DWB rummeln (Bd. 14, Sp. 1482) 
  ab-rammeln schw.: 'verhauen'. a. 1792: abrammeln [Klein Prov. 5]. — Zu PfWB rammeln 'wiederholt stoßen', DWB DWb. VIII 78.

 

 rummeln, verb. lärmen, getöse machen, strepere, ebenso niederl. rommelen und dän. rumle in gleicher bedeutung. das wort ist, wie das substantiv rummel, eine ableitung des stammes, der in altn. rumr geräusch, rymja lärmen zu tage tritt. verwandte auszerhalb des germanischen sind nicht bekannt. es ist zufrühest im 15. jahrh. belegt (des teufels netz, s. unter 2), vielfach berührt es sich in der bedeutung mit rumpeln (vgl. das.), auch übergang in die bedeutung von rammeln kommt vor.
1) geräusch machen, strepere voc. theut. von 1482; vgl. niederl. rommelen strepere, insonare, murmurare, crepitare Kilian. so in vielen mundarten Schm. 2, 98. Woeste 220b. ten Doornkaat Koolman 3, 68a: von dem bisz (der ameise) beweget sich der vogler, daʒ im die stange empfiele und rumelt, daʒ die tube erschrake, und von dem boum flouge. Steinhöwel Äsop 108, s. 153 Österley;

[Bd. 14, Sp. 1483]

wie das ding (die windmühle) die flügel tummelt,
und im wind gewaltig rummelt.
Lenau 1, 344 Koch (neue ged. 314).

dann auch lärm, tumult machen: rommeln und über die stangen schlagen. Schm. 2, 98.
im besondern:
a) vom ton der trommeln und anderer lärminstrumente:

wann, als husar, der knab' ein steckenpferdchen tummelt,
den kleinen Tiras schlägt, und auf der trommel rummelt.
Voss 6, 170;

schwerfällig hockend in der blüthe, rummeln
das contraviolon die trägen hummeln.
A. v. Droste-Hülshoff 1, 82;

daher die Phrygen allezeit
mit rumlen trumlen waren bereit
die göttin Rheam zu versöhnen. anm. weisheit lustg. 20.

so auch freier, ableiern, herunterrasseln: hui nun annen, lasset uns die reimen, herumb rammelen und rommelen, dummelen und trummelen. Garg. 137b.
b) von leiseren geräuschen, wie z. b. vom schnurren des spinnrads:

aus der gesindestube darauf, vom rummelnden spulrad,
rief sie, die thür' halb öfnend, Marie, die geschäftige hausmagd.
Voss 2, 278;

Susanna windet ihr garn ab,
dasz die beschleunigten rollen sich drehn im rummelnden umlauf. Luise 2, 90.


c) namentlich vom leisen rollen des fernen donners, wofür gewöhnlicher grummeln Stalder 2, 291. Danneil 176b.
d) im bauche rummeln, kollern. Höfer 3, 52. Schütze 3, 314. dat lîf, de mage rummeld. ten Doornkaat Koolman 3, 68a.
2) sich mit geräusch bewegen, poltern, von menschen, rasseln, von wagen u. dergl. ten Doornkaat Koolman 3, 68a:

also gat er rumelen dar. des teufels netz 7297 lesart;

hu! da rummelt wieder die (Stolbergische) kutsche. Voss briefe 2, 209; do kunt der kuefer das fasz nit mehr erhalten, das kuglet und rumlet mit im die gassen hinab bisz fur die protlauben. Zimm. chron. 3, 80, 6. anders hinein rumeln, unversehens eindringen, einbrechen (vergl. DWB rumpeln, überrumpeln). Schmid 442.
3) rummeln, brünstig sein, von kühen (vgl. DWB rammeln). Höfer 3, 52. brem. wb. 6, 262.
4) seltenere mundartliche bedeutungen: a) geschwind etwas thun. Woeste 220b. b) buttern, in der Eifler mundart. Frommann mundarten 6, 18. c) ein kartenspiel, vergl. rummel 3. Schmeller 2, 98.