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 PfWB ab-pflücken (Bd. 1, Sp. 62)   RhWB schnippeln (Bd. 7, Sp. 1625) 
   ab-pflücken schw.: 'ablösen'; Kruscht abblicke (ˈa|bligə) 'kratzend entfernen' [ KL-Vogelb Kaislt NW-Dürkh Elmst Gal-Dornf]; Grumbeere a. 'Keime an den Kartoffeln entfernen' [verbr.]. a. 1596: allen hopfen helffen abplöcken [WerschwSchR Bl. 278]. — Für schriftsprachl. abpflücken gelten abmachen, abrupfen.RhWB Rhein. VI 766; Kurhess. 35.

 

  PfWB  ElsWB  LothWB schnippeln lautend wie Schnippel Allg. schw.: 1.a. verächtl. absol. u. etwas, an etwas schn., unnütz schneiden, schnitzeln, in Stückchen schneiden u. dabei Schnippel machen u. sie umherstreuen; dass sich nure jo käner unnersteht un schnippelt mit em Messer om Disch! Saarbr, Allg.; e schnappelt de ganzen Dag mat der Scher Trier-Mehring, Allg.; jet kapot schn. Allg.; mit einem stumpfen Schneidewerkzeuge an etwas schn., schlecht, mühsam (ohne Fertigkeit) schneiden; om (am) Brut (erem)schn. Saarbg, Allg. — b. nicht verächtl. Papierschnitzel schneiden, etwa zum Streuen bei Prozessionen, für den Weihnachtsbaum; leichte Holzschnitzereien anfertigen (u. schnetzeln), überhaupt leichte, nicht handwerksmässige Arbeiten verrichten Allg.; schn. on stippele Schleid-Hellenth; Bohnenschoten schn., in kleine Streifen schneiden, bes. zum Einmachen Saarbg, Trier, Kobl, Goar, Simm, Westerw, Siegld, Berg, n. einschl. Ruhr, Mörs, Geld, MGladb-Viersen, Heinsb-Waldenr, Geilk-Gangelt, Aach, Jül, Eup; auch im Geb. von fitschen (Synon. fitscheln, fitschen, fitzeln, fitzen, flimmen, flitschen, fritzeln, schinzeln, schlintern, schniffeln, schnitzeln) kann schn. danebenstehen, doch ist f. bei weitem bevorzugt. — 2. übertr. a. verächtl. ohne rechten Appetit essen, nicht alles aufessen Aach, Siegld-Salchend. — b. einen schn., einen trinken, sich einen genehmigen Dinsl-Stdt. — c. derb, absol. scheissen Saarbr-Völkl. — d. intrans. mit »haben«, fein, dünn regnen, schniffeln Ottw-Berschw Schiffw, Saarl-Differten. — Abl.: die Schnippel(er)ei, dat Geschnippel(s).