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 PfWB ab-lassen (Bd. 1, Sp. 51)   RhWB überstechen (Bd. 9, Sp. 22) 
   ab-lassen st., seltener schw.:
I. trans.
1. etwas a.
a. eine Flüssigkeit a. 'abfließen lassen'.
α. 's Wasser ablosse, z. B. aus dem Weiher [allg.]; auch für 'harnen' [ NW-Gönnh Friedh FR-Carlsbg]. Syn. s. PfWB pissen. —
β. de Wein a. 'aus einem Faß mit einem Schlauch in ein anderes Faß (in andere Fässer) umfüllen' [allg.]; vgl. PfWB abstechen I 1 d. a. 1578: ...des Closters Maier .., welcher den wein in große Fässer abgelassen [WerschwSchR Bl. 105]. —
γ. die Millich a. 'entrahmen', eigentl. 'die Milch aus der Apparatenschüssel abfließen lassen' [allg. (bis etwa 1930)]; vgl. PfWB abrahmen 1. —
b. den Weiher a. 'entleeren' [allg.]. —
2. einem etwas a.
a. 'überlassen' (worauf man selbst den größeren Anspruch hätte). Ich loß der's gern ab [verbr.]. —
b. 'nachlassen an der Abgabe der Schuld'. a. 1340: vnd wo daz vorgenante closter (von der Buße) abelat, da sollen ouch wir (Graf Jofried von Leiningen) abelan [PfWeist. I 158 (FR-Bockh)]. a. 1483: Und wann unser heren von Otterburg von bede wegen ablaßent, so soll unser here graffe Emich onegebeden ablassen [PfWeist. I 165 (FR-Bockh)]. —
II. intrans. von einem, von etwas a. 'sich von einem, von etwas trennen, ihm nicht mehr anhangen'. Er loßt net ab vun ehr(e) (von dem Mädchen) [allg.]; von etwas a., von einem Vorhaben. Vun seine Gewohnheet hot er nit abgeloß [ RO-Rehborn, allg.]. — RhWB Rhein. V 142; ElsWB Els. I 610; Bad. I 11.

 

  PfWB über-stechen  Allg.: beim Kartenspiel übertrumpfen.