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 PfWB ab-ketzern (Bd. 1, Sp. 45)   PfWB ab-quälen (Bd. 1, Sp. 64)   PfWB ab-rasen (Bd. 1, Sp. 66) 
   ab-ketzern schw.: sich a. 'sich abmühen', abketzere [ KU-Hundh Horschb RO-Duchr Pirmas KB-Zell GH-Büchbg Schaidt]; »sich vergebens mit Anstrengung bemühen, z. B. er hat sich vergebens abgeketzert« [Klein Prov. 4]. Syn. s. PfWB abquälen. — Zu PfWB Ketzer, vgl. Schwäb. I 34/35 u. IV 358.

 

  ab-quälen schw.: sich a., wie schd., sich abquäle [allg.]. Han sich gemieht un abgequält un deitsche Dörfer hi(n)gestellt (die Pfälzer im Osten) [Christmann Grummet 38]. Syn.: (sich) abboßen, -brasten, -brusten, -dudeln, -hudeln, -hunzen, -kampeln, -kärmsen, -katzen, -keideln, -ketzern, -knorzen, -kozeln, -meizern, -mergeln, -murksen, -placken, -plagen, -rabellen, -rackern, -racksen, -rasen, -schaffen, -schinden, -zabbeln, -zackern; vgl. auch PfWB abhetzen 2.

 

   ab-rasen schw.: sich a.
1. 'sich überanstrengen', abrase [verbr.], abroose [Gal-Dornf, verbr. in Gal]. Syn. s. PfWB abquälen. —
2. Part. Perf. Er hot (sich) abgeraast 'ist nach einer Aufregung ruhig geworden, hat ausgetobt' [ ZW-Kl'bundb KU-Nanzdiezw Kus]; vgl. PfWB abregen. — Die Belege aus der Pfalz zeigen alle ā (so auch zumeist beim Simpl. rasen), was, da mhd. ā (rāsen) sonst zu ō gewandelt ist, auf schriftspr. Einfluß hinweist. In KU-Kaulb sagte man vor der letzten Jahrhundertwende abrōsə; heute gilt abrāsə. Die Galizienpfälzer haben wohl ausnahmslos die ältere Form abrōsə. RhWB Rhein. VII 108.