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 PfWB ab-heben (Bd. 1, Sp. 40)   RhWB aufholen (Bd. 3, Sp. 761) 
   ab-heben st.:
I. trans.
1. 'von oben herabnehmen'; die Lascht abhewe [ FR-Bockh BZ-Dernb]. —
2. 'oben wegnehmen'.
a. de Buckel a. 'Grasstücke an höhergelegenen Stellen ausheben und damit tiefe nasse Stellen ausfüllen' [WD-Niedkch KU-Brück KL-Niedkch LA-Impfl BZ-Dimb Dernb]; vgl. PfWB abgraben 2. a. 1621: ... Zimmermann ... welcher ... die bruckh ganz abgehaben ... [WerschwSchR 183]. Rhein. III 379. —
b. +Tafel a. 'abräumen'. a. 1577: das Essen auffstellen und ... abheben [Schandein Bav. IV, 2 S. 370 (Spey)]. —
c. Fett, Rahm a. 'von oben abschöpfen' [ NW-Wachh BZ-Dernb]; abghowene Milch 'entrahmte Milch' [ BZ-Dernb]; vgl. PfWB abrahmen. Bad. I 9. —
d. Honig a. 'Honig aus den Waben nehmen', urspr. 'den aufgesetzten Bienenkorb mit den gefüllten Waben vom Gestell herunternehmen' [ KU-Adb Schmittw/O]. —
e. das Schmalz a. 'das Schmalz vom Rückenspeck ablösen' [ GH-N'potz]. —
f. einen a. 'einen trinken'. Gehmer enner abhewe [ KL-Fischb RO-Ruppeck]; häufiger dafür einfaches hewe, s. PfWB heben; vgl. PfWB abtrinken 3 b. Syn. s. PfWB trinken. —
g. Geld a. (in der Bank), wie schd. [allg.]. —
h. die Masche a. 'beim Stricken die Maschen von einer Stricknadel auf eine andere oder auf einen Faden aufreihen' [allg.]. —
i. (auch absol.) 'beim Abhebchens 'abhebend aus einer Figur eine neue bilden'. Heb mol ab! [ Gal-Dornf Hartf Buch-Illisch Don-Heuf]; vgl. PfWB abnehmen I 1 e, PfWB abholen 2 b. RhWB Rhein. III 379; ElsWB Els. I 295; Schweiz. IV 733. —
j. die Kart a. 'beim Kartenspiel nach dem Mischen einen Teil der Karten abheben' [allg.]. —
3.
a. 's Kind a. 'zur Verrichtung der Notdurft über den Topf halten' [südl. VPf]; vgl. PfWB abhalten 1 c. —
b. einen von etwas a. 'zurückhalten'. Vun dem loß ich mich net abhewe [ LU-Alsh]; vgl. PfWB abhalten 1 b. —
II. refl.
1. 'sich ablösen'. Die Kruscht hebt sich ab [ BZ-Dernb]. —
2. 'hervorstechen', nach dem Schd. Die Farb hebt sich ab [allg.]; vgl. PfWB abstechen II. —
III. intrans. Uf den hot er abgehowe 'auf den hat er (es) gemünzt' [ BZ-Dernb]. — RhWB Rhein. III 378; ElsWB Els. I 295; Bad. I 9.

 

  PfWB auf -holen: 1. zu h. 1. a.α. einsammeln, an sich nehmen; gej könnt et ouw eiges (selbst) ophale; wej hadde ene Mettworst en elf Grosse opgehalt Emmerich. — β. de For (Furche) oph. die Grenzfurche pflügen; absol. eine zugepflügte Furche wieder offen pfl.; mit dem Kultivator die oberste Erdrinde aufpflügen, etwas tiefer pfl.; de Mes (Mist) wer oph. den Dünger, der im Herbst untergepflügt

[Bd. 3, Sp. 762]
ist, im Frühjahr wieder heraufpfl. Rees, Mörs. — En Ophoəlesfor die Furche, die bei einem an einem Ende schmäleren Landstücke die bis dahin immer schmäleren Furchen aufholt, quer zu diesen gepflügt; von ihr aus wird das Stück in gleichlangen Furchen zu Ende gepflügt Selfk. — b. einen a., ausfragen Sieg, MülhRh. — 2. zu h. 2. a. in sinnl. Bed. α. etwas (einen) a., in die Höhe nehmen; hul es (einmal) dat Kand op! aus der Wiege; Geld oph. aufnehmen; Schläpp ofh. Maschen beim Stricken; de Stuf (Stube) ofh. aufwaschen Allg. — β. einen a., ins Haus aufnehmen; hen hot meich gut opgehult; et bleift mer neist annerscht iwerig, als dich a (in) mei Familjen opzeh. Allg. — b. übertr. etwas α. verstehen, begreifen, auffassen; den helt alles gleich schief op; dat lo hoste verkihrt ofgehult; ebbes iwel oph. Allg. — β. ein Verzeichnis anlegen; de Flur oph.; er hät für de Versicherung de Möbele opgehollt Allg. — γ. es mit einem a., aufnehmen, im Wettstreit; wat dat ogäht, heil ich et noch ewell mat monichem jonge Medchen op Allg.