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| PfWB ab-gewinnen (Bd. 1, Sp. 35) | PfWB ab-tun (Bd. 1, Sp. 108) | |||||||||||
1. 'im Spiel abnehmen'. Ich hannem 'habe ihm' zehn Mark abgewunn(e) [allg.]. Syn., bes. für 'Klicker abgewinnen': PfWB abdrehen, PfWB -frickeln, PfWB -klickern, PfWB -knäckern, PfWB -knäubeln, PfWB -knippen, PfWB -knöpfen, PfWB -lötzeln, PfWB -lotzen, PfWB -lümpeln, PfWB -mausen, PfWB -pitschen, [Bd. 1, Sp. 36] PfWB -pritschen, PfWB -säckeln, PfWB -scheren, PfWB -stoßen, PfWB -stratzen, PfWB -strenzen, PfWB -strossen, PfWB -trudeln; für 'im Spiel alles (alle Klicker) abnehmen' erscheinen in Verb. mit dem personalen Akk. (meist in der Perfektform, z. B. Mer hannen abgesäckelt, gepritscht, blott gemach u. entspr.) oder in passiver Wendung den Zustand bezeichnend (z. B. Der is abgesäckelt, is gepritscht, is blott gemach u. entspr.): PfWB abbinden, PfWB -flohen, PfWB -lausen, PfWB -machen, PfWB -mausen, PfWB -pritschen, PfWB -säckeln, PfWB -stratzen, PfWB -tun, PfWB ausduddern, PfWB -melken, -neckeln, PfWB -säckeln, PfWB -ziehen, PfWB beuteln, plundern, PfWB bluttern, PfWB pritschen, PfWB putzen, PfWB flohen, PfWB fracken, PfWB haaren, PfWB lausen, PfWB laxen, PfWB luchsen, lümpeln, PfWB rupfen, PfWB säckeln, PfWB scheren, PfWB schlauchen, PfWB schnackeln, PfWB strenzen, PfWB strüpfen, PfWB strossen, PfWB versäckeln, PfWB papp machen, beet machen, blutt machen, pritsch machen, flügge machen, säcklicht machen. — 2. 's Neijohr abgewinne '(einem) mit dem Neujahrswunsch zuvorkommen' [verbr.]; vgl. PfWB abfangen 2 b, PfWB abwünschen. Wer dem andern das Neujahr abgewann, hatte einen Schoppen Wein gewonnen [BZ-Dernb (1930)]. Bad. I 8; Schwäb. I 29.
| 1. 'abnehmen'; die Kapp abdun (abdun) 'vom Kopfe nehmen' [ KU-Bedb FR-Bockh Gal-Dornf]; vgl. PfWB abnehmen I 1 a. 's Obs a. 'abpflücken' [ KU-Bedb Hundh LU-Opp]; vgl. PfWB abmachen I 1 c. — 2. einen a. a. 'im Spiel besiegen' [verbr. KU]. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. — b. 'prügeln' [ KU-Albess IB-Bliesmg/Bolch ZW-Ixh KL-Wörsb]. Syn. s. PfWB verhauen. — c. 'töten'; e Sau a. [RO-Messbhf (bis etwa 1900) Schandein Sprachsch. 1 LA-Venn Kühn Hamet S. 76]. a. 1444: wan man swin abe dut [Zweibr I Nr. 451 Bl. 36 r]. Vom Menschen 'hinrichten'. a. 1563: So man den folgends armen mann peinlich verrechten und abthun will [PfWeist. I 89 (FR-Beindh)]. — 3. etwas a. a. 'beseitigen'. a. 1539: den heyssen sie das abethun [PfWeist. I 327 (LA-Edk)]. — b. 'vertun'. 14. Jh.(?): do soll der meinster gut vor sin, ob der knecht das gelt abdete oder hinwecklieff [PfWeist. 236 (NW-Deidh)]. — c. 'durch Brauchen vertreiben', z. B. das Magenfieber [Feierowend 1952 Nr. 11 S. 4]. — d. Des musche abdu 'vergessen' [Kaislt]. — e. '(einen Fehler, eine schlechte Angewohnheit) ablegen'. Er hot's abgeduh [Penns Deitsch Eck 22. 3. 1941]; vgl. PfWB ablegen 1. — f. 'vollbringen', meist verneinend. Das is mit dem net abgedu [allg.]. — g. 'abschaffen, aufheben', von Gesetzen, Bräuchen. a. 1564: Zum fünfften sollen alle Johannisfeuer (dieweil es ein haidenisch werck) auch das Nachtzeren so bei denselbigen Feueren biß hieher angestellt worden, hiemit abgethan sein ... [Polizeiordnung des Rates der Stadt Landau, nach Schandein Bav. IV, 2 S. 360]. — LothWB Lothr. I 1; Bad. I 20.
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