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 PfWB Ab-gang (Bd. 1, Sp. 32)   RhWB abgängig (Bd. 2, Sp. 1008)   PfWB ab-gängig (Bd. 1, Sp. 32) 
   Ab-gang m.:
1. 'das Weggehen, Abtreten'. Er kriet 'findet' ken Abgang 'Er weiß bei einem Besuch oder im Gespräch nicht rechtzeitig ein Ende zu machen' [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]; dafür auch PfWB Kehre. —
2. 'die Entlassung aus der Dienstpflicht, insbes. vom Militär, vom Amt, von der Schule', nach dem Schd.; sei Abgang vun de Schul [allg.]; vgl. PfWB Abkehr. —
3. +'Schwächung, Niedergang, Verfall'. a. 1359: vor abeganch des geltes 'wegen der Entwertung des Geldes' [ZweibrReg. 249]. a. 1570: ... daß der wald vnd gäreid deß Qverenbergs in merckl(ich)en schaden vnd abgang gerathen [PfWeist. I 100 (Bergz)]. —
4. 'Der Verkauf von Waren'. De Spinat hot desjohr ke(n) Abgang [verbr.]; dafür auch PfWB Absatz. —
5. 'Minderwertiges, minderwertige Überreste'. Desjohr gibbts (an der Frucht) viel A. [KU-Schmittw/O verbr.]; vgl. DWB DWb. I 43. Davon das Scheltwort Du bisch(t) de(r) A.! [ LU-Alsh]. —
6. 'Verwerfungsspalte im Gestein' (Fachausdruck der Steinhauer) [verbr.]. — RhWB Rhein. II 1002; Bad. I 8.

 

  PfWB  ElsWB ab- gängig: im Abgehen, Absterben begriffen. 1.a. vom Vieh, von Bäumen, Pflanzen; en a.ə Bom der im Absterben ist Trier-Mehring, Erk-Rath. — b. verloren, vermisst; dat Messer es mer schon e paar Da a. Saarbr-Sulzb. — c. Wein as ofg. wenn der Inhalt des Fasses zur Neige geht u. der Geschmack fade wird Trier, Bernk, Koch. — 2. ofg. Lit abnehmender Mond, letztes Mondviertel Saarbg-Ockfen Soest.

 

  ab-gängig Adj.:
1. 'fehlend'. Mei Hut is mer seit geschter abgängisch [KU-Diedkpf LU-Alsh]. —

[Bd. 1, Sp. 33]

2. 'unbrauchbar, minderwertig'; vgl. PfWB Abgang 5 u. PfWB abgehen I 2 f. De(r) Anzug werd schun abgängich [verbr. bes. SOPf], dass. auch von Tieren, bes. Haustieren. a. 1600 (ca.) ... im Fall die alten stein abgingig ... [Friedel Hoheck 180]. — RhWB Rhein. II 1008; ElsWB Els. I 223 f.; Bad. I 8.