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 PfWB Ab-gang (Bd. 1, Sp. 32)   PfWB Toten-zeichen (Bd. 2, Sp. 378) 
   Ab-gang m.:
1. 'das Weggehen, Abtreten'. Er kriet 'findet' ken Abgang 'Er weiß bei einem Besuch oder im Gespräch nicht rechtzeitig ein Ende zu machen' [ KU-Kaulb KL-Hirschhn]; dafür auch PfWB Kehre. —
2. 'die Entlassung aus der Dienstpflicht, insbes. vom Militär, vom Amt, von der Schule', nach dem Schd.; sei Abgang vun de Schul [allg.]; vgl. PfWB Abkehr. —
3. +'Schwächung, Niedergang, Verfall'. a. 1359: vor abeganch des geltes 'wegen der Entwertung des Geldes' [ZweibrReg. 249]. a. 1570: ... daß der wald vnd gäreid deß Qverenbergs in merckl(ich)en schaden vnd abgang gerathen [PfWeist. I 100 (Bergz)]. —
4. 'Der Verkauf von Waren'. De Spinat hot desjohr ke(n) Abgang [verbr.]; dafür auch PfWB Absatz. —
5. 'Minderwertiges, minderwertige Überreste'. Desjohr gibbts (an der Frucht) viel A. [KU-Schmittw/O verbr.]; vgl. DWB DWb. I 43. Davon das Scheltwort Du bisch(t) de(r) A.! [ LU-Alsh]. —
6. 'Verwerfungsspalte im Gestein' (Fachausdruck der Steinhauer) [verbr.]. — RhWB Rhein. II 1002; Bad. I 8.

 

  -zeichen n.: 'Bekanntgabe eines Todesfalls durch Läuten der Glocken', Dodezääche [PfId. 34]. 's lait Dorezääche [PS-Erfw, verbr.]; vgl. PfWB Totengeläute, PfWB Sterbezeichen, PfWB Zeichen. In PS-Erfw galt folgende Läuteordnung: Zunächst drei Einzelschläge, mit der größten Glocke bei Erwachsenen, mit der kleinsten bei Kindern; dann das eigentliche Läuten in drei Absätzen (s. PfWB Absatz 5) von je zwei Minuten Dauer, davon die ersten beiden Absätze mit der Einzelglocke und der dritte Absatz mit allen Glocken; vgl. PfWB Totenglocke. Südhess. I 1066; LothWB Lothr. 94; ElsWB Els. II 892. —