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 PfWB Abend-rot (Bd. 1, Sp. 22)   LothWB ge-rodeⁿ (Bd. 1, Sp. 198a) 
   Abend-rot n.: 'Röte, am westlichen Himmel nach Sonnenuntergang' [allg.]. Das Wort erscheint im besondern in Wetterregeln, die dem Abendrot zumeist eine günstige Bedeutung zuschreiben, z. B.: Abendrot, morche en schener Dag g'rout 'gerät' [LA-Freimh, verbr.], ... scheen Wedderbot [ FR-Tiefth LA-Roschb], ... bringt Frucht (Korn, Wein) un Brot u. a. [verbr.]; Morcherot nasses Brot, Owedrot trucke Brot u. a. [PS-Hintwdth, verbr.]; Oweds rot, marjeds gut! Marjeds rot, oweds Dreck un Kot! [ KU-Kaulb Kreimb]. In der Adventszeit wird das Abendrot von den Kindern als Zeichen dafür gedeutet, daß das Christkind Lebkuchen für das Weihnachtsfest backe: Owendrot, 's Chrischtkind backt Zuckerbrot [ BZ-Annw, ähnl. auch andernortes]. RhWB Rhein. I 22; Bad. I 5.

 

  ge-rodeⁿ [-rôdə fast allg.; –rádən Bo.] intr. v. 1. geraten, glücken, gedeihen, gut ausfallen: de Grumbere sin nit gut gerod dies Johr Fo. 2. raten, anraten, erraten: du hasch's richti gerod Sbg. 3. zusammentreffen, zus. kommen mit: er isch in bese Gesellschaft gerod. Er isch m'r iwer di Bire gerod er ist mir an die Birnen geraten, hat sie weggenommen Rom. Hom. Ri. lux. 139 gerôden.