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 PfWB ab-drehen (Bd. 1, Sp. 18)   PfWB ab-schmieren (Bd. 1, Sp. 84)   PfWB ab-füttern (Bd. 1, Sp. 32) 
  ab-drehen schw.:
I. trans.
1. 'durch Drehen abbrechen, abtrennen, abreißen'; de Droht 'Draht', de Knopp abdrehe [allg.]; vgl. PfWB abtrudeln 1. —
2. 'durch Drehen abnutzen'; 's Gewinn 'Gewinde' is schun ganz abgedreht [NPf, allg.]. —
3. 'auf der Drehbank rund drehen', z. B. einen Kegel [allg.]. Hiervon übertr. ene a. 'einen verhauen' [verbr.]. Syn. s. PfWB verhauen. —
4. de Schlissel a. 'durch Umdrehen des Schlüssels die Tür abschließen' [verbr., bes. VPf]. —
5. 'abschalten'; 's Gas, 's Wasser a. [allg.]; vgl. PfWB abstellen 2 b α. —
6. 'durch geschicktes Spiel abgewinnen', bes. vom Klickerspiel, scherzhaft; die Klicker a. [verbr.]; vgl. PfWB abtrudeln 3. Syn. s. PfWB abgewinnen 1. —
II. intrans. 's Flugzeig dreht ab 'schlägt eine andere Richtung ein', nach dem Schd. [allg.]. —
III. refl. sich a. [verbr.]; vgl. PfWB abwenden. — RhWB Rhein. I 1456; Bad. I 3.

 

  ab-schmieren schw.:
1. die Ufgab abschmiere [VPf], -schmeere [NPf WPf] 'Hausübungen abschreiben', mehr verächtlich, Schülerspr. [allg.]. Syn. s. PfWB abschreiben. —
2. 'tüchtig prügeln'; en(e) a., auch: de Buckel a. [allg., ohne pfälz. Auswanderer des 18. Jahrhunderts, die das Wort in dieser Bedeutung ohne ab- gebrauchen]. Er hat 'n hauptmännisch abgeschmeert [verbr. westl. WPf]. VR.: Ho, ho, ho! Der Küwelmann is do! Er schreit das Gäßlein auf und ab: Ihr Weiwer kaaft mer Küwel ab, sunscht schmeer ich eich de Buckel ab! [Feierowend 1950 Nr. 5 S. 2]. a. 1577: wan Ime der hirt noch ein mahl erscheine, wolle Ine noch einmahl abschmieren [StArch. Saarbrücken, Gerichtsprotokoll S. 88]. Diese Bed. erklärt sich nach Kluge-Mitzka17 aus dem schlagenden Auftragen von Schmiermitteln, vgl. PfWB wichsen. Syn. s. PfWB verhauen. Die Syn. mit absind im neueren Pfälzisch sehr beliebt, vgl.: PfWB abbalgen, PfWB -biegen 1, PfWB -binden 1 b, PfWB -bleien 4, PfWB -bleuen, PfWB -boßen 1 b, PfWB -dachteln, PfWB -drehen I 3, PfWB -dreschen 2, PfWB -dudeln 2, PfWB -dulfen,

[Bd. 1, Sp. 85]
PfWB -filzen 2, PfWB -fitzen, PfWB -flappchen, PfWB -flatschen, PfWB -flohen 3, PfWB -fludern, PfWB -flügeln, PfWB -füttern 3, PfWB -karbatschen, PfWB -kehren 2, PfWB -klabastern 1, PfWB -ledern, PfWB -meißeln 2, PfWB -pritschen 1, PfWB -rahmen 2 b, PfWB -reiben 5, PfWB -reiteln, PfWB -scheren 3, PfWB -schlagen I 2 a, PfWB -schnetzen, PfWB -schöpfen, PfWB -schwarten 2, PfWB -senkeln 2, PfWB -sohlen, -spekken 2, PfWB -streichen 2, PfWB -strüpfen 2, PfWB -trückeln 3, PfWB -trudeln 4, PfWB -tun 2 b, PfWB -veiolen, PfWB -wackeln, PfWB -walken, PfWB -weichen, PfWB -wickeln 2, PfWB -wischen 1 a, PfWB -ziehen I 2; vgl. auch PfWB abfallen, PfWB -fangen, PfWB -fassen 5, PfWB -geben 1 d, PfWB -setzen.RhWB Rhein. VII 1492; ElsWB Els. II 486; Bad. I 16; Nass. 35.

 

   ab-füttern schw.:
1. 'fertig füttern', vom Vieh, aber auch vom Menschen [allg.]. Gruß- u. Anredeformel beim Eintritt in den Stall: Ball abgefiddert? [ RO-Schweisw]. Erscht die Kinner abfiedere, dann essen mer 'wir' [mittl. VPf]. Auch rückbezügl. 'gehörig essen'. Ich han mich abgefiddert [ RO-Dielkch]. —
2. 'durchprügeln', iron. Er isch abgefiedert worre [ NW-Geinsh BZ-Steinf]. Syn. s. PfWB verhauen. — RhWB Rhein. II 956; ElsWB Els. I 159; Bad. I 8.