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 PfWB Aas-kaute (Bd. 1, Sp. 7)   PfWB Haus-teufel (Bd. 3, Sp. 726)   PfWB Drache (Bd. 2, Sp. 389) 
   Aas-kaute f.: 'böses Frauenzimmer', Ooskaut [ KU-Konk WD-Bub]; vgl. PfWB Aas. Die gegenst. Bedeutung 'Schindanger' fehlt diesem Wort; dafür PfWB Schindkaule, PfWB -kaute. Vgl. Rhein. I 8.

 

  Haus-teufel m.:
1. 'wer die anderen im Hause ärgert und plagt', Hausdeiwel [verbr.]; oft in der Gegenüberstellung: GasseengelH., vgl. PfWB Gassenengel. Auch von Kindern, die in fremden Häusern artig, daheim aber unartig sind. —
2. 'zänkische Ehefrau' [verbr.]. Syn.: PfWB Aas 3, PfWB Aaskaute, PfWB Abbiß, PfWB Auter, PfWB Beißzange 2, PfWB Burgunderhexe, PfWB Teufelsgeiß, -luder, -(weibs)mensch, PfWB Tier 3 a γ, PfWB Drachen 2 a, PfWB Evasrippe, PfWB Fegefeuer 2, PfWB Fell 4 a, PfWB Felleisen 2, PfWB Feuereisen, PfWB Furie 3, PfWB Gästin 1, PfWB Gelbseicherin, PfWB Geschirr 2 b β, PfWB Hauskreuz 1, PfWB -laster, PfWB -tier, PfWB Hexe 2 a, Hoden-

[Bd. 3, Sp. 727]

kopf, Hund, Hyäne, Kanaille, Kneisel, Krachbüchse, Krappen, Kratzbürste, Laster, Luder, Lumpenmensch, -tier, Massik, Mensch, Motte, Natter, Rabenaas, Rippe, Satan, Schindaas, -luder, -krappen, Schlange, Schnalle, Schnärre, Spitzbübin, Xanthippe, Zange, Zecke. Südhess. III 190; RhWB Rhein. III 364/65; Lothr. 254; ElsWB Els. II 657; Bad. II 584/85.

 

   Drache, Drachenm.:
1.
a. 'sagenhaftes Ungeheuer', bes. in Vergleichen. Liewerscht bei'me Drache wohne wie bei'me zänkische Weib [ LA-Gommh]. Der (Gierige) eßt wie e Drache [ GH-Berg]. Sie is uf mich losgang wie e Drache, von einer wütenden Frau [KU-Kaulb, verbr.]. Die Gluck geht geje em wie e Drach [ LU-Friesh NW-Haßl Spey]. —
b. 'Sternbild des Großen Bären'; de groß Drache [ KL-Stelzbg]. —
c. mythische Erscheinungen.
α. 'die über Sümpfen nachts auftretende Lichterscheinung'; der feirich Drach [ PS-Lu'wink]. Nach der Volksmeinung geht der feurige D. über Berg und Tal und erschreckt den Wanderer; er soll 4-5 m lang und einem Wiesbaum ähnlich sein [ebd.]. —
β. ein Krankheitsgeist im Brauchspruch: Der Schlier 'Geschwür' und der Drach gehn miteinander über die Bach; der Drach, der muß trinken; der Schlier muß versinken [ KL-Hütschhs]. De Rotlaaf un de Drach gehn minanner iwwer die Bach; Rotlaaf is vergang, Drach is vergang [Heeger Vhk. 46]. —
2.
a. 'zänkischer Mensch', bes. von Frauen. Ich loß mei Drache steige 'Ich gehe mit meiner Frau spazieren' [LU-Oggh, verbr.]. Dem sei Fraa is awwer e wieschder Drach [ ZW-Battw]. Des isch'n Drache [ LA-Gommh]; en alder D. [ LA-Nd'hochstdt, PS-Erfw]. Zs. Haus-, PfWB Höllendrachen. —
b. 'ungezähmtes, wildes Mädchen', Drach [ Gal-Josbg]. —
3. 'Flugdrachen', beliebtes Knabenspielzeug. Mer lossen Drache steiche [verbr.]. Zs. Papier-, Brief-, Tuch-, Flieger-, Gestell-, Herz-, Kasten-, Ketten-,

[Bd. 2, Sp. 390]
PfWB Kreuz-, Mal-, Nasen-, Schirm-, Spitz-, Stern-, Sturmdrachen. F.: Die einsilbige Form drax ist in der WPf häufiger, die zweisilbige draxə in der VPf. — Südhess. I 1620/21; RhWB Rhein. I 1429; LothWB Lothr. 98; ElsWB Els. II 740; Bad. I 521.