a-a, ä-ä: Interj. der Verneinung nach vorausgegangener Frage. Gehsch(d)e mit (met)? A a [NPf NWPf], ä ä (ę ę) [vorw. KU SPf VPf]; verstärkt in a bewahre! Er war kaan Breebler 'Nörgler', abewahre! [Kühn Schnitze II 14]. Bad. I 7. Beide Laute, (a a, ę ę) werden mit Knackgeräusch und absteigendem Ton gesprochen; Nasalierung (an, än, ęn) ist nicht selten, vgl. Schandein Bav. IV, 2 S. 231. Vielerorts klingt der Laut sehr dumpf, beinahe wie ö. — RhWB Rhein. I 3; ElsWB Els. I 1; Bad. I 1. | | ǟ: Ausruf des Hohnes und der Schadenfreude, bes. bei Kindern. Ää, du musch(t) sitze bleiwe! [allg.]. Vgl. PfWB ätsch. — F.: und ǟ (sehr offen bei den Pennsylvaniern). — RhWB Rhein. I 3. | | ätsch: Ausruf der Schadenfreude und des Spottes, zumeist im Ausruf Äätsch, äätsch, schawe Riebche (oder: Holleriebche), den ein Kind dem andern im Spotte zuruft, indem es dabei einen Zeigefinger auf dem andern reibt; oft werden Worte, die auf den Schaden hindeuten, zugefügt, z. B. Du hoscht Bumbes kriet [verbr.]. Mancherorts wird der einleitende Satz zu einem Vers oder gar Vierzeiler erweitert: Äätsch, äätsch, schaawe Riebche, bees, bees Biebche [ NW-Lambr], — oder: 's Anna hot e Biebche 'einen Schatz' [ KL-Fischb], — oder: morje kriescht e Biebche, iwwermorje e Mädche, das häßt Gretche [ KU-Bedb]; vgl. PfWB äks, PfWB äksch. — F.: d, selten ęd. — RhWB Rhein. I 291; Bad. I 76; Kluge-Mitzka17, 35. |
| Im Wörterbuch eingetragene Verweise | | | ä RhWB ·a ElsWB | | Automatisch erzeugte Querverweise | | | ǟ PfWB |
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