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 NRhWB Scheffen (Bd. 9, Sp. 1380)   RhWB Scheffen (Bd. 7, Sp. 993) 
  RhWB Scheffen

 

  NRhWB  PfWB Scheffen das Wort nach ahd. sceffin(o), schaffin, mhd.  Lexer scheffe(n) lautend, ist in mdl. Bed. veralt., doch bis etwa 1880—90 in Gebrauch gewesen; die nhd. Bed., heute allg. bekannt, hat z. T. nhd. Lautung angenommen; die mdl. Lautung Rhfrk, Mosfrk, Rip bis zur Benr-L. (noch ins OBerg n. der L. hinein) ęfə(n) (-- WMosfrk s. oben scheffen; -ęvf-, –ęif-) Sg. u. Pl. [Bitb-Wiersd ēf; in Altk u. Bo-Walberbg auch -ę-; Pl. -fə(n); MüEif ęfe, Pl. -fərə; Aden-Weibern, Ahrw-Burgsahr ęfər, Pl. -rə]; n. der Benr-L. pə(n), –ə-, –ēə- Sg. u. Pl. [Pl. -pəs Kemp-Lobberich; fəs Bed. 1 MGladb-Rheind] [Eup eəpə Sg. u. Pl.] m.: 1. die nhd. Bed. »beisitzender Urteilsfinder« ist allg.; lautl. Rhfrk, Mosfrk im entrundenden Geb. -ęf-, –f-; im Rip u. Berg, SNfrk neben der echten mdl. Lautung auch fə(n); NBerg -p-; MGladb fə; he es Sch. beim Gerich (Schöffeng.); he setz als Sch. Rip, Allg. In alter Lautung u. Bed. noch in den Sprüchen von der Siebenzahl der Gerichtsschöffen Et es got, dat der Sch. siəve sind; wat der ene net wet (weiss), dat w. der angere, oder der Sch. modde s. sin SNfrk, Rip; dau häs mih ze dohn wie s. Sch. Ahrw. Em Sonnesching (-schein) kann ene Bur mih Heu mache, als em Ren (Regen) s. Sch. Bo-Mehlem. — 2.a. die mdl. Bed., bis etwa 1880—90, heute veralt. u. ersetzt durch die amtl. Bezeichnungen, sind noch in geschlossenen Geb. nachweisbar. Mitglied des Gemeinderates Saarbg, Wittl, Bitb, Prüm, Malm, dann Bo, Sieg, Waldbr, Gummb, dann Heinsb, MGladb, Kemp; heute einer vom Gemeinderot, im OBerg Gemeindescheffen. RA.: De Sch. (die bloss Ehrenämter haben) kriən Schlehkirschen, Schmillensot (Schmielensamen) un dat Fett vam Schlipsten (Schleifstein) Gummb-Berghsn. Sagt einer »jo«, dann die andern: Jo, un de Sch. nickten ebd. — b. Gemeinde-, Ortsvorsteher, heute Vorsteher (nur im Hunsr ist Sch. bis heute noch geläufig) Hunsr, Koch, Kobl, Goar, Daun, Aden, Ahrw, Rheinb, Bo-Walberbg, rrhn. Altk, Siegld (Ortssch.). RA.: Wenn dat Kalf net saufe wöll, dann mâcht mer et zum Sch. Goar-Alken. — Zu 2 a, b: et Scheffenhaus Hausn. (ein Sch. hatte das Haus einmal gebaut); Scheffenantun, –welm, –lis so werden die Bewohner eines solchen Hauses genannt. — c. zur Überwachung der bei der Maiversteigerung zusammengegebenen Mailehnen haben zwei Sch., die Räte des Schultheisses, jeden Abend die Häuser der Lehnen zu besuchen u. sich zu überzeugen, dass kein Bursche ein Mädchen besucht, das er nicht gesteigert hat Neuw-Heddersd. — d. Aufsichtsperson (Kirchenmeister) in der Kirche u. bei Prozessionen, meist Sendsch. (s. d.). — e. Büttel Trier-Stdt. — 3. übertr. verächtl. dot es ene Sch. van e Jong vorlauter Schwätzer, — es ene rechtige Mulscheəpen Kemp-Born.